Full text : 1901 (0002)

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maße — vom Vordereisen bis zum Widerrist — nicht durch
Schätzung zu ermitteln.
—A
5) Die Gemeindevorstände wollen bei den Pferdebesitzern dahin
wirken, daß bei Pferden, welche schon sehr lange nicht mehr
beschlagen wurden, das Beschläge vor der Musterung er—
neut wird, da die Vernachlässigung des letzteren dem Mustern—
den die so wichtige Beurteilung der Hufe und auch des
Ganges außerordentlich erschwert.
6) Wenn an einem Orte so viele Pferde zu mustern sind, daß
eine Mittagspause eingeschaltet werden muß, so wird im
Reiseplan festgelegt, wie viele Pferde am Vormittage und
wie viele am Nachmittage gemustert werden sollen. Es ist
daher im Interesse der Pferdebesitzer, das Nötige zu veran⸗
lassen, damit ein vorzeitiges Bereitstellen der Pferde ver—
mieden wird.
O. Durchführung der Musterung:
7) Die Musterungszeiten (Angaben im Reiseplane nach Eisen—
bahnzeit) wollen pünktlich eingehalten werden.
8) Bei der Wahl des Musterungsplatzes, den der Gemeinde—
vorsitzende des Musterungsortes aussucht, wolle berücksichtigt
werden:
daß auf demselben die Fahrzeuge und Pferde Aufstellung
finden können.
b. daß zur Einzelvorführung der Pferde vor dem Kommissar
eine ebene Bodenstrecke — am besten Straße — benutzt
werden kann.
der Aufstellungsplatz des Pferdevormusterungs-Commissars
ist so zu wählen, daß dem Schreiber desselben auch bei
schlechter Witterung die Listenführung möglich ist.
9) Der Musterungsplatz und die Musterungszeit wollen fruͤh—
zeitig den Pferdebesitzern des betreffenden Teil⸗ (Orts-) Be—
zirkes bekannt gegeben werden.

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