VI Teil
Bezirk Homburg
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VII. TEIL
Bezirk Homburg
Der frühere Bezirk Homburg-Pfalz umfaßlzte vor Abschluflz des Vertrages von Versailles 77 Gemeinder
mit einer Seelenzahl von 79700 nach dem Stand vom Oktober 1919. Sein Flächeninhalt be.
ug 54 601,23 ha. Durch die Bestimmungen des Priedensvertrages wurden II Gemeinden mit damals etwa
32000 Einwohnern dem Saargebiete einverleibt, während die übrigen 66 Gemeinden bei der bayerischen
Dfalz verblieben und den Bezirksämtern Kaiserslautern, Kusel und Zweibrücken zugeteilt wurden. Von dem
Bezirk Zweibrücken wurden ebenfalls 15 Gemeinden mit etwa 8000 Einwohnern dem Saargebiet angegliedert.
Die östliche Saargebietsgrenze wurde ohne Rücksicht auf die damaligen Grenzen der Gemeindezemarkungen
bestimmt. Die Grenzen zweier Gemeinden haben dabei eine wesentliche Aenderung erfahren
Der Bezirk Homburg hat einen Flächeninhalt von 21 687,28 ha und nach dem Stand vom 31. Dezember
1926 eine Bevölkerungszahl von 46 692 Seelen.
Nach der Konfession ausgeschieden wohnen im Bezirke Homburg:
23 361 Katholiken, 22972 Protestanten, 199 Israeliten, 5 Mennoniten, 28 Methodisten, 6 Orthodoxe
10 Andersgläubige und 111 Konfessionslose.
Die Bewohner des Nordbezirkes sind überwiegend in der Industrie und im Bergbau beschäftigt; zum
zrolzen Teil betreiben sie auch Landwirtschaft im Nebenberufe. Nur im südlichen Teile des Bezirkes, d. i. in
den vom Bezirk Zweibrücken übernommenen Gemeinden, überwiegt die reine Landwirtschaft, doch auch dort
fast nur in Mittel- und Kleinbetrieben. CGrofzbetriebe kommen nur vereinzelt vor. Eine im ganzen Bezirk
vorgenommene Betriebszählung im Dezember 1926 ergab Landwirtschaft in 1182 Fällen als Haupt- und in
1996 Fällen als Nebenberuf, Die landwirtschaftlich genutzte Fläche beträgt etwa 12900 ha. Waldland
ıst im Umfange von etwa 7200 ha vorhanden.
Der Bergbau ist in der Gegend von Bexbach vertreten. Die Industrie hat ihren Hauptsitz in Homburg.
Neben der Mosaikplattenfabrik, den Chamotte- und Dinaswerken, der Glasfabrik sowie einem Kraftwerk tritt
besonders die Eisenindustrie hervor.
Der Bezirk besteht aus 26 pol. Gemeinden, für die folgende 17 Bürgermeisterämter eingerichtet sind:
Altheim Höchen Mimbach
Böckweiler Homburg Mittelbexbach
Breitfurt Jägersburg OÖberbexbach-Frankenholz
3renschelbach Kirkel-Neuhäusel Walsheim .
Zinöd-Ingweiler Limbach Webenheim
Srbach-Reiskirchen Medelsheim
Den Bürgermeisterämtern sind zur Verwaltung der Kassen- und Rechnungsgeschäfte 7 Einnehmereien
beigegeben.
Aufzerdem zählt der Bezirk Homburg je 15 katholische und protestantische Kultusgemeinden, deren Grenzen
mit jenen der politischen Gemeinden nur zu einem geringen Teile zusammenfallen. Die Verwaltung liegt in
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