Full text: 1962 (0090)

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Frankenholz bis zu dem auf dem Höcherberg errich 
teten Hochbehälter verlegt. Die alte Druckleitung 
zwischen Folloch und Frankenholz wurde gereinigt 
und für den Betrieb des Wasserwerkes Jägersburg 
nochmals verwendet. Die Inbetriebnahme des Was 
serwerkes erfolgte im Jahre 1938. Das Wasserwerk 
Jägersburg diente zur Trinkwasserversorgung der 
Frankenholz-Schächte bis zu deren Stillegung. 
Wasserwerk Bisttal 
Zur Vervollständigung ihrer Wasserversorgungs 
anlagen hat die Saargruben AG im Jahre 1939 mit 
dem Niederbringen von Bohrungen im Bisttal zwi 
schen der Eulenmühle und dem Linslerhof begon 
nen; vier Bohrungen wurden niedergebracht. Nach 
Beendigung des Krieges wurde im Jahre 1950 mit 
dem Ausbau der Bohrungen 2 und 4 begonnen, das 
Maschinenhaus mit einer offenen Enteisenungs- und 
Entsäuerungsanlage errichtet und eine 300 NW-Ver- 
bindungsleitung zwischen dem Wasserwerk Bisttal 
und dem Wasserwerk Lauterbachtal verlegt. Am 
18. April 1952 wurde das Wasserwerk Bisttal in Be 
trieb genommen. Seine derzeitige maximale Leistung 
beträgt 6000 mVTag. 
Wasserwerk Beeden 
Mit der Errichtung des Kraftwerkes und der Grube 
St. Barbara wurde die Frage der Wasserversorgung 
erneut aufgeworfen. Als Wassergewinnungsgebiet 
wählte man das Beedener Tal bei Homburg zwischen 
der Kaiserstraße, der Blies und Beeden. Es wurden 
zehn Bohrungen niedergebracht und das Wasser 
werk mit Ejntsäuerungsanlage erstellt sowie eine 
Hoch- und Niederdruckleitung von je 400 NM zwi 
schen dem Wasserwerk und dem Niederdruckbehäl 
ter beim Kraftwerk St. Barbara bzw. eine Hochdruck 
leitung 300 NW zwischen dem Kraftwerk und dem 
Hochdruck-Behälter auf dem Wasserberg verlegt. 
Am 1. September 1953 hat das Wasserwerk Beeden 
die Wasserlieferung an das Kraftwerk und die Grube 
St. Barbara aufgenommen. 
Sämtliche Wasserwerke — mit Ausnahme des Was 
serwerkes Jägersburg — fördern in ein zusammen 
hängendes Wasserversorgungsnetz. Durch ein Rohr 
leitungsnetz von über 320 km Länge mit Nennweiten 
bis 550 mm wird das Wasser von den einzelnen 
Werken nach den Hochbehältern gepumpt. Diese 
Hochbehälteranlagen dienen als Reservoire und 
zum Ausgleich von Verbrauchsspitzen. Ihr gesamtes 
Fassungsvermögen beträgt 18 000 m 3 . 
Die Wasseraufbereitung 
Das mit Tiefbrunnen- oder Tauchmotorpumpen aus 
den bis zu 150 m tiefen Bohrungen gehobene Was 
ser ist in bakteriologischer Hinsicht einwandfrei und 
ohne weiteres als Trinkwasser verwendbar, dage 
gen muß ein großer Teil des Rohwassers, bedingt 
durch seine chemische Zusammensetzung, aufberei 
tet werden. Die Aufbereitung kann über eine ge 
schlossene oder offene Aufbereitungsanlage er 
folgen. Geschlossene Aufbereitungsanlagen besit- 
Blick in die Maschinenhalle 
des Wasserwerks Beeden
	        
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