Full text: 1962 (0090)

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leitung 275 NW führt immer noch den Namen „Saar 
wasserleitung“, obwohl sie heute der Trinkwasser 
versorgung dient. 
Durch die Betriebsvergrößerungen wurden dann an 
die Wasserversorgung größere Ansprüche gestellt. 
Das Quellwasser konnte den Bedarf an Trinkwasser 
nicht mehr decken, das gehobene Grubenwasser 
reichte als Industriewasser nicht mehr aus und das 
Saarwasser wurde nach und nach durch die zu 
nehmende Verschmutzung als Gebrauchswasser in 
den moderneren Maschinen und Kesselanlagen un 
brauchbar. 
Zu dieser Zeit bestanden keine größeren öffent 
lichen Trinkwasserversorgungsanlagen, aus denen 
die Gruben ihren Mehrbedarf an Trink- und Ge 
brauchswasser hätten decken können. Deshalb ent 
schloß sich die Königliche Bergwerksdirektion zu 
Saarbrücken im Jahre 1898, eigene Trinkwasser 
gewinnungsanlagen zu errichten. Unter Berücksich 
tigung der geologisch-hydrologischen Verhältnisse 
und der Größe der Niederschlags- und Einzugsge 
biete wurden nach und nach, dem ansteigenden 
Wasserbedarf der Gruben Rechnung tragend, die 
Wassergewinnungsgebiete ausgewählt und zu de 
ren Erschließung die erforderlichen Grundstücke er 
worben. 
Wasserwerk Spiesermühltal 
Um die Jahrhundertwende wurde mit dem Bau des 
Wasserwerkes Heinitz — heute Wasserwerk Spie 
sermühltal — begonnen. In dem Spiesermühltal und 
später in den beiden Nebentälern (Glashüttertal und 
Rödchestal) wurden Bohrungen zur Wassergewin 
nung niedergebracht. Die ersten Bohrungen wurden 
mit Mammutpumpen betrieben, die später durch 
Tiefbrunnenpumpen ersetzt wurden. Erst in den 20er 
Jahren wurden die ersten Tauchpumpen eingebaut. 
Die Berginspektion 7 Heinitz hat von der Inbetrieb 
nahme des Wasserwerkes im Jahre 1901 an bis zur 
Übernahme des Werkes durch die damaligen Kraft- 
und Wasserwerke das Wasserwerk verwaltet und 
zur Versorgung ihrer Schachtanlagen betrieben. 
Deshalb führte das heutige Wasserwerk Spieser 
mühltal ursprünglich die Bezeichnung „Wasserwerk 
Heinitz“. 
Wasserwerk Malstatt 
Schon während der Errichtung des Wasserwerkes 
Spiesermühltal zeigte sich, daß das beim Wasser 
werk Malstatt gewonnene Saarwasser nicht mehr 
ausreichte. Der Bedarf war inzwischen auf 7000 bis 
8000 m 3 /Tag angestiegen. Um den Mehrbedarf 
Außenansicht des idyllisch gelegenen Wasserwerks Lauterbachtal
	        
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