Full text: 1961 (0089)

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!m Vordergrund dieser Aktion steht ein Erholungs 
programm für Bergleute. So konnten seit Anfang 
1960 für über 195 Silikotiker Kuraufenthalte aus 
Mitteln der Saarberg durchgeführt werden. Zur Zeit 
steht für diese Erholungskuren in einem von den 
Saarbergwerken AG angemieteten Erholungsheim 
im Hunsrück und in einem Fachkrankenhaus — 
Kloster Grafschaft — ständig eine Reihe von Betten 
zur Verfügung. 1961 soll 300—400 Belegschafts 
mitgliedern ein Aufenthalt in diesen Erholungs 
heimen ermöglicht werden. 
Die Teilnehmer an den Erholungskuren wurden bei 
den laufenden Untersuchungen im Gesundheitshaus 
ausgesucht. Darüber hinaus dienen diese Unter 
suchungen der ständigen Überwachung und Bera 
tung der Silikosekranken. Die Überwachung er 
streckt sich in besonderm Maße auf solche Beleg 
schaftsmitglieder, die einer Staubgefahr verstärkt 
ausgesetzt sind. So sind die eventuellen Auswir 
kungen bestimmter Abbau- und Versatzarten in 
mechanisierten Betrieben auf den Gesundheitszu 
stand und die eventuelle Entstehung einer Silikose 
bei den dort beschäftigten Belegschaftsmitgliedern 
Gegenstand einer besonderen Untersuchung und 
sorgfältiger Überwachung. Es ist geplant, die Zahl 
der Beobachtungsfälle in Zusammenarbeit mit der 
Staubbekämpfungsstelle ständig zu erhöhen. Neben 
den schon besprochenen Betreuungsaufgaben lei 
stet das Gesundheitshaus damit von medizinischer 
Seite einen nicht unerheblichen Beitrag zur Ein 
dämmung der Silikosegefahr. 
Abschließend soll noch erwähnt werden, daß mit 
dem Gesundheitshaus keinesfalls eine vertrauens 
ärztliche Dienststelle geschaffen worden ist. Das 
Gesundheitshaus steht vielmehr unabhängig neben 
den Einrichtungen der Knappschaft und der Berg 
bauberufsgenossenschaft. Das neue medizinische 
Programm hat nur der Aufgabe zu dienen, in enger 
Zusammenarbeit mit allen Stellen, die in der glei 
chen Zielrichtung arbeiten, eine wirksame Hilfe für 
die silikosekranken Belegschaftsmitglieder der 
Saarbergwerke AG zu sein. 
Uber den dritten Schwerpunkt im neuen Sozialpro 
gramm der Saarbergwerke, die Förderung des 
Wohnungsbaues, ist ausführlich an anderer Stelle 
in diesem Kalender berichtet. 
Abschließend kann festgestellt werden, daß das 
neue Sozialprogramm dem Ziel dient, zu einer 
neuen gegenwartsnahen Sozialpolitik im Saarberg 
bau zu führen, einer Sozialpolitik, die die Arbeits 
und Lebensbedingungen der Bergleute so gestal 
ten soll, daß sich jedes bereitwillig mitarbeitende 
Belegschaftsmitglied in seinem Betrieb wohl fühlt. 
Südwestdeutschlands größtes Möbelhaus zwischen Saar, Mosel und Rhein
	        
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