Full text: 1959 (0087)

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Zusammenkünften branchefremder Interessen 
verbände die auftretenden wärmetechnischen 
Probleme erörtern, damit diese Kreise ebenfalls 
davon überzeugt werden, daß es besonders bei 
uns im Saarland wirtschaftlicher ist, zuerst ein 
mal die heimischen Kohlen richtig zu verwenden, 
bevor man zu importierten Brennstoffen greift. 
Abschließend kann man zusammenfassen, daß 
in einer Zeit, in der sich die gesamte Technik 
und Wirtschaft auf immer rationellere Verfah 
rensweisen umstellt, die Wärmeberatungsstelle 
der Saarbergwerke AG die manchmal nicht 
leichte Aufgabe übernommen hat, für die Ver 
wertung unserer festen Brennstoffe den An 
schluß an den allgemeinen technischen Fort 
schritt herzustellen und zu erhalten. Es ist eine 
wichtige Aufgabe, denn letztlich handelt es sich 
doch darum, den saarländischen Kohlen einen 
festen und großen Absatzmarkt zu sichern. Und 
wir alle wissen, daß dies nicht nur von Bedeu 
tung ist für die Saarbergwerke AG, sondern 
darüber hinaus auch das wirtschaftliche Wohl 
der übrigen saarländischen Bevölkerung betriffh 
Saarbergwerke schaffen 
Wohnraum auf lange Sicht 
Itn Hinblick auf die großen Vorhaben und 
bedeutenden Zukunftsaufgaben im Warndt so 
wie auf die betriebliche Ausweitung bestehen 
der Anlagen wird von der Leitung der Saar 
berg der Schaffung neuen Wohnraums für 
Bergarbeiter besondere Aufmerksamkeit gewid 
met. Die Saarbergwerke sehen eine der wich 
tigsten Aufgaben zur Hebung des Wohlstandes 
der Saarbergleute darin, daß so bald wie 
möglich eine möglichst große Zahl ausreichen 
der und schöner Wohnungen geschaffen wird. 
Der Schwerpunkt dieser Bestrebungen liegt 
bei der Erstellung von Eigenheimen. 
* 
Stromerzeugung soll auf 2500 
Millionen kWh gesteigert werden 
Im Zuge der Bestrebungen, die Kraftwerks 
wirtschaft und damit die Kohleveredelung 
weiter auszubauen soll die derzeitige Strom 
erzeugung der Saarberg in absehbarer Zeit auf 
eine Jahresleistung von 2 500 Millionen kWh 
gebracht werden. Von den im Jahre 1957 er 
zeugten I 574 Millionen kWh wurden 694 Mil 
lionen kWh von den Gruben selbst verbraucht, 
während 815 Millionen kWh Fremdabgabe 
waren. 
Ausdehnung der Hobelarbeit 
an der Saar? 
Die in den ersten Nachkriegsjahren mit dem 
Kohlenhobel an der Saar durchgeführten Ver 
suche haben infolge der großen Härte der 
Saarkohle nicht zu den erwarteten Erfolgen 
geführt. Inzwischen ist die Konstruktion der 
Hobel verbessert worden, so daß die Hoffnung 
besteht, die Hobelarbeit in den Saargruben 
weiter auszudehnen. Außerdem erwartet man, 
daß durch den Einsatz von Hochdruck-Tränk 
geräten mit denen zur Zeit schon in einem 
Viertel aller Streben getränkt wird, die Kohle 
wirksam zum Hobeln vorbereitet werden kann. 
* 
Kapazität der Grubenkokereien 
wird beträchtlich erhöht 
Die Kokserzeugung der Saarbergwerke er 
reichte im Jahr 1957 rund 895 000 t. Nach der 
Fertigstellung des Neubaus der Kokerei Für 
stenhausen wird sich die jährliche Kapazität 
der Gruben-Kokereien auf etwa 1,6 Millionen t 
erhöhen. Auch die Gaserzeugung der gruben 
eigenen Kokereien, die im letzten Berichtsjahr 
rund 410 Millionen cbm betrug, wird nach In 
betriebnahme der neuen Kokerei jährlich um 
etwa 200 Millionen cbm gesteigert werden 
können.
	        

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