Full text: 1958 (0086)

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Benzolgewinnung 
Bei dem sogenannten „halbdirekten" Am 
moniakgewinnungsverfahren, wie es auf der 
Kokerei Luisenthal zur Anwendung kommt, 
muß in den Ammoniaksättigern (5) eine Tem 
peratur von etwa 50°C gehalten werden. Be 
vor die im Gas enthaltenen Benzolkohlenwas 
serstoffe gewonnen werden können, wird das 
Gas auf eine Temperatur von 20—25° C ge 
kühlt. Diese Kühlung erfolgt durch direkte Be 
rieselung mit Kühlwasser im sogenannten 
Schlußkühler (6). Da bei einer Kühlung auf tie 
fere Temperaturen aus dem Gas Naphtalin 
ausfallen kann, das Rohrleitungen und Appa 
rate verstopft, wird das Naphtalin in einer 
Zwischenstufe des Schlußkühlers mit Teeröl 
ausgewaschen. 
Hinter dem Schlußkühler wird der Gasstrom 
geteilt. Etwa 55%> des Gases gehen zur Kom 
pressorenanlage der Saar-Ferngas-AG. (8) 
und werden anschließend bei einem Druck 
von etwa 15 atü weiterbehandelt. 
Der Rest des Gases wird für die Beheizung 
der Koksofenbatterien, der Koksgrustrocken 
anlage und des Röhrenofens der Benzolfabrik 
verbraucht oder kann im Kraftwerk Fenne zur 
Kesselheizung verwendet werden. Dieses Gas 
wird in Niederdruckbenzolwaschern (7) ent- 
benzoliert, d. h. das Benzol wird mit einer 
Teerölfraktion in mehrstufigen Waschtürmen 
ausgewaschen. 
Abbildung 3: Salz-Zentrifuge 
Das Waschöl aus der Niederdruckanlage 
wird in der Hochdruckbenzolwäsche (11), der 
das ins Ferngasnetz geleitete Gas unterzogen 
wird, weiter mit Benzol angereichert. 
Abbildung 4: Salzlager
	        

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