Full text: 1956 (0084)

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Tage in den Mathildenschacht verlegt, wo er bis 
zum Ausbruch des Krieges in der Förderung tätig 
war. Nach seiner Entlassung vom Militär nahm 
er die Arbeit auf Grube Engelfangen als Hauer 
wieder auf, wurde dann nach Griesborn verlegt, 
wo er mit einer kurzen Unterbrechung unter 
Tage beschäftigt war, bis er dann infolge eines 
Unfalles für dauernd auf den Holzplatz kam. 
Während des zweiten Weltkrieges mußte un 
ser Jubilar zweimal Haus und Hof verlassen. 
1939 wurde er nach Salzgitter evakuiert, wo er 
in den Erzbergwerken Arbeit fand. Die zweite 
Evakuierung verbrachte er in Ansbach. 
Der Vater von Alois Löw hatte als Bergmanns 
bauer fünfmal so viel Land wie sein Sohn. Und 
doch zählt unser Jubilar nicht zu den ganz klei 
nen Besitzern. Er beackert drei Morgen eigenes 
Land, auf dem er Weizen, Gerste, Kartoffeln und 
Runkelrüben anbaut und hat eine gute Kuh, ein 
Schwein, eine Geiß und Hühner im Stall. Der 
Ertrag der Landwirtschaft reicht für den eige 
nen Bedarf. Sein Haus hat sich unser Bergmann 
im Jahre 1931 gebaut und wie die meisten seiner 
Kameraden viel Kapital durch Eigenleistung ein 
gespart. 
Wie sehr unser Jubilar in seiner Gemeinde an 
gesehen ist, beweist die Tatsache, daß er mehrere 
Ehrenämter innehat. Er ist Gemeinderatsmitglied 
in Elm-Sprengen, Mitglied des Verwaltungsrates 
für den Amtsbezirk Bous und Vorstand des 
Kirchenchores, wo er trotz seinem Alter als Sän 
ger mitwirkt. Auch auf der Grube wurde er mit 
einem Vertrauensposten betraut. Als Sicherheits 
mann obliegt ihm die Überwachung des gesamten 
Ubertagebetriebes auf Grube Griesborn hinsicht 
lich der Sicherheit. Unser Jubilar verkörpert den 
Bergmann vom alten Schlag, der fleißig und zu 
verlässig sich allerseits großer Achtung erfreut. 
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