Full text: 1955 (0083)

festigt wurden, wodurch ein Nachfall in den 
Bohrlöchern vermieden wurde und auf ein be 
sonderes Verrohren der Bohrlöcher verzichtet 
werden konnte. Die Bohrlöcher wurden in kur 
zen Abständen auf ihre vertikale Stellung mit 
tels Lotapparat der „Gesellschaft für nautische 
und tiefbohrtechnische Instrumente", Kiel ab 
gelotet. Unvertretbare Abweichungen aus der 
Senkrechten, welche nur in drei Fällen aufge 
treten waren, konnten rechtzeitig begradigt 
werden. In die fertigen Bohrlöcher wurden die 
Gefrierrohre eingelassen. Diese hatten einen 
äußeren Durchmesser von 139 mm und einen 
Innendurchmesser von 124 mm. In diese Ge 
frierrohre wurden die Laugenrohre eingeführt, 
die einen äußeren Durchmesser von 51 mm und 
einen Innendurchmesser von 41 mm hatten. Die 
Gefrierrohre sind an ihrem unteren Ende mit 
einem Spitzkonus verschlossen, wogegen die 
Laugenrohre unten offen sind. Im Vorschacht 
waren alle Laugenleitungen an einem Vertei 
lungsring und alle Gefrierrohre an einem Sam 
melring angeschlossen. Jedes Laugenrohr war am 
Verteilungsring mit einem Ventil versehen, so 
daß man jedes beliebige Gefrierrohr aus dem 
Gefrierprozeß ausschalten konnte. Im Vertei 
lungsring wurde die Lauge auf die 34 Gefrier 
löcher verteilt, durchfloß dann die Laugenlei 
tung innerhalb der Gefrierrohre bis zum unteren 
Austritt und stieg in den Ringraum zwischen Lau 
genleitung und Gefrierrohr wieder heraus bis 
zum Sammelring. Die kältetragende Flüssig 
keit — in unserem Falle Clormagnesiumlauge 
48m* 
*3m * 
'/orschacht 
Schematische Darstellung des Schachtes 
mit einem Gefrierpunkt von -33°C, welche dem 
Verteilungsring von den Gefriermaschinen zu 
geführt wurde, hatte beim Eingang in diesen 
eine Temperatur von - 22° C und beim Austritt 
in die Sammelleitung eine solche von -16° C 
(Durchschnittstemperaturen). Von dem Sammel- 
Fig. 3 (Drei von Loch zu Loch verfahrbare Bohrtürme) 
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