Full text: 1954 (0082)

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Zentimeter breites Kunststoffband die Stimme 
des Sprechers über hunderte, ja, tausende 
Kilometer hinweg. In Saarbrücken registrierte 
man die Zeit. Es waren fünf Minuten. „Vielen 
Dank, Herr Kumleben." Eine Sekunde später 
teilte man der Post mit, die selbstverständlich 
für die Leitung bezahlt wird: „Paris beendet um 
17.25, Dauer sechs Minuten." 
Und nun kam der Zeitfunkreporter. Er war 
mit dem „U-Wagen", dem Übertragungswagen, 
unterwegs. Nur noch wenige 
Schnitte waren nötig. Seine Re 
portage „stand“. Damit stand 
auch das Programm. Nun kamen 
die Ansagen. Ansagen sind 
wichtig. Man kann ja nicht gut 
einen Bericht auf den anderen 
folgen lassen, ohne den Hörer 
vorzubereiten, wer berichtet und 
worüber berichtet wird. Nun, 
Ansagen sind eine Sache der 
Übung. Sie sind eine Ange 
legenheit der Praxis. Die Sekre 
tärin wartete. Die Bögen, Ori 
ginal und Kopien, waren längst 
eingespannt. „Bitte schreiben 
Sie... (eventuell Texte, An 
sagen). 
Die Ansagen waren schnell 
geschrieben. Der Mitarbeiter, 
der die „Stimme des Tages“ zu 
„fahren" hat, überprüfte sein 
Material, der Nachrichten 
sprecher war da, der Sprecher 
des Kommentars war da: „Los, 
meine Herren, ins Studio." Kurz 
vor 19.30 Uhr war alles vorbe 
reitet. Die Sprecher waren im 
Studio. Die Bänder waren auf 
den Maschinen aufgelegt, das 
vorhergehende Programm war 
zu Ende, der Paukenwirbel 
setzte ein. Einige Takte „Sie 
hören die .Stimme des Tages'." 
Der Nachrichtensprecher meldet 
sich: „Sie hören heute: Nach 
den Nachrichten Kommentare 
und Berichte von . . . .“ 
Reporter sein ist nicht immer ein Vergnügen 
Chefredakteur Diederich und Sportsprecher Scholz 
bei einer Fußballreportage im Schneesturm 
Arbeit im Hörspielstudio 
So entstand eine Sendung. 
ANTON STIER 
ST.WENDEL 
-&S- 
MODEHAUS 
NEUNKIRCHEN
	        

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