Full text: 1954 (0082)

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des Förderkorbes wird auch von den Hilfsein 
steigstellen die Fertigmeldung unmittelbar zum 
Maschinenraum gegeben. Die Abgabe der Fertig 
meldung von den einzelnen Anschlagpunkten 
geschieht durch Drücken einer Taste, wobei dann 
als Kontrolle für den Anschläger eine Lampe in 
der Taste aufleuchtet. Die Fertigmeldungen wer 
den durch Relais im Maschinenraum solange 
gespeichert, bis sämtliche Fertigmeldungen ab 
gegeben sind. Daraufhin wird das Signal zur 
Abfahrt optisch und akustisch angezeigt. Mittels 
eines Kontaktes am Fördermaschinenbremshebel 
werden die Kontrolleuchten in den Fertigmelde 
tasten sowie das Abfahrtsignal beim Lösen der 
Bremsen gelöscht. 
Um dem Förderbetrieb bei Seilfahrt die größte 
Sicherheit zu geben, wurden die Fertigsignal 
anlagen eingerichtet, daß bei nicht vollzähliger 
Abgabe der Fertigmeldung sofort das Notsignal 
ertönt, falls der Bremshebel vorzeitig gelüftet 
wird. 
Diese Sicherheitseinrichtungen wurden auf 
Verfügung des Oberbergamtes in allen Fertig 
signalanlagen eingebaut. 
Neben den hier beschriebenen besitzt jede 
Signalanlage noch folgende zusätzliche, aber 
nicht minder wichtige Einrichtungen: 
— Ein Schachthammersignal zur Signalgabe 
bei Schachtrevisionen und Reparaturarbeiten 
im Schacht. Es ist dies ein Signalschalter über 
der Hängebank, an dessen Betätigungshebel ein 
durch den ganzen Schacht reichendes Zugseil 
befestigt ist. Als Signalempfänger befindet sich 
im Maschinenraum ein Einschlagwecker. 
— Eine Notsignaleinrichtung zur Durchgabe 
von Notsignalen, die, um ihre mißbräuchliche 
Benutzung zu vermeiden, mit einer Zeiteinrich 
tung versehen ist, die bewirkt, daß die Not 
hupen bei jeder Betätigung fünf Sekunden lang 
ertönen. 
— Eine Schachtfernsprechanlage sowie op 
tische Signale „Bremse zu*, „Seilfahrt" usw. 
Im Gegensatz zur Gestellförderung, bei der 
volle Wagen zu Tage und leere Wagen zurück 
gebracht werden, steht die Gefäß- oder Skip 
förderung, bei der die Kohle in einem Gefäß 
(Fassungsvermögen bis zu 10 t) gehoben wird. 
Da bei der Skipförderung nur an der Belade 
stelle ein Bedienungsmann erforderlich ist, der 
den Kreislauf der beladenen und leeren Wagen 
regelt, wurden selbsttätige Signalanlagen ent 
wickelt. Bei diesen werden die Signale durch 
Schalter gegeben, die mechanisch mit den För- 
der- und Füllvorrichtungen verbunden sind. Die 
Funktion der Anlagen ist wie folgt: 
Das leere Gefäß fährt in Füllstellung, wobei 
es den sogenannten Gefäßschalter betätigt. Die 
ser schaltet eine Lampe „Gefäß I in Füllstel 
lung" ein und gibt über ein elektromagnetisches 
Luftventil die Preßluft zur Betätigung der Füll 
klappe und des Spaltschiebers durch den Be 
dienungsmann frei. Der Spaltschieber ist eine 
Vorrichtung, die bei Betätigung den Spalt zwi 
schen der Füllöffnung des Gefäßes und der Füll 
klappe am Füllort überbrückt. Ist der Spalt 
schieber vorgeschoben, so wird die Füllklappe 
geöffnet und das Gefäß gefüllt. Spaltschieber 
und Füllklappe betätigen je einen Schalter, die 
das Abfahrtsignal vorbereiten. Nach dem Zurück 
nehmen des Spaltschiebers und nach dem Schlie 
ßen der Füllklappe wird das Abfahrtsignal auto 
matisch durch die oben erwähnten Schalter in 
den Fördermaschinenraum gegeben. Das aku 
stische Abfahrtsignal erlischt bei der Abfahrt 
und das optische dann, wenn Gefäß II den Ge 
fäßschalter betätigt. Diese Skipsignalanlagen 
haben sich seit ihrer Einführung bestens bewährt. 
Zum Schluß seien noch die vollautomatischen 
Fördereinrichtungen, wie sie sich in Luisenthal 
und Ste. Barbe befinden, erwähnt. Bei diesen 
Anlagen mit Gestellförderung vollzieht sich das 
Umsetzen und das Treiben in Verbindung mit 
der Schachtsignalanlage vollautomatisch. Der 
Maschinist überwacht nur das Fördergeschehen 
sowie die Kontrollgeräte ohne selbst einzugrei 
fen; bei Seilfahrt jedoch übernimmt er wieder 
selbst die Steuerung der Maschine.
	        

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