Full text: 1954 (0082)

42 
über zwei Jahre bei einer Koepemaschine. Vor 
aussetzung dafür ist, daß jedes Vierteljahr die 
Seilenden 3 m über den Einbänden an den För 
derkörben gekappt werden und noch genügend 
Reservewindungen auf der Trommel aufliegen. 
2. Tieibscheibenlörderung 
Bei der Treibscheibe — nach dem Bergrat 
K o e p e , der diese Förderart um das Jahr 1875 
auf der Zeche Hannover im Ruhrgebiet einge 
führt hat, auch Koepescheibe genannt — wird 
nur ein Förderseil benötigt, das nicht starr auf 
der Scheibe befestigt ist, sondern durch Reibung 
in dem Seillauffutter der Scheibe mitgenommen 
wird. Dieses Förderseil läuft von dem einen 
Förderkorb über die Treibscheibe zum andern 
Förderkorb. 
Die Koepeförderung hat gegenüber der Trom 
melförderung folgende Vorteile: starke Ver 
ringerung der zu beschleunigenden Massen, 
keine Begrenzung durch die Teufen, bei sehr 
großen Teufen ist die Förderung mit mehreren 
parallel laufenden Seilen und mehrrilligen Treib 
scheiben möglich, um dünnere Seile zu erhalten. 
Eine Bedienung mehrerer Sohlen kann bei 
normalen Ausführungen allerdings nur ein- 
trümig, d. h. mit einem Förderkorb erfolgen. Die 
Koepeförderung gestattet sowohl die übliche 
Fluranordnung bei elektrischen und Dampfför 
dermaschinen (siehe Abb. 2) als auch die Turm 
anordnung bei elektrischen Fördermaschinen 
(siehe Abb. 3 und 4). Bemerkenswert ist die 
nach Abb. 4 der Fa. D e m a g , Duisburg paten 
tierte Turmkoepeausführung, bei welcher gegen 
über der bisher üblichen Ausführung nach Abb. 3 
folgende Vorteile erwähnt sind: Geringere 
Turmhöhe, da die Maschine auf der Bühne der 
Umlenkseilscheibe aufgestellt wird, größerer 
Umschlingungswinkel des Förderseiles auf der 
Treibscheibe (270° gegenüber 225° bei üblicher 
Anordnung) und kein Durchrutschen der Um 
lenkscheibe unter dem Förderseil. 
Zusammenfassend sind die Gründe für die Ver 
drängung der Trommelförderung durch die 
Koepeförderung folgende: 
Übergang auf größere Förderteufen und gleich 
zeitige Erhöhung der Nutzlast mit den immer 
mehr auf den Hauptschachtanlagen Eingang fin 
denden Großförderwagen von 3000 bis 5000 1 
Inhalt, damit Erreichung von Nutzlasten in mehr- 
etagigen Gestellen oder in Gefäßen bis ca. 16 t 
je Förderzug, dafür aber Beschränkung auf ein- 
sohlige Förderung. 
SCHULZ 
& 
KAPPEL 
O. H. G. 
FORSTBAUMSCHULEN 
und FORSTSÄMEREIEN 
NUNKIRCHEN ( bk) 
Kreis Merzig (Soor) 
Telefon Nunkirchen 31 
.lie-ßett: 
Forst- u. Heckenpflanzen 
Obst- u. Alleebäume 
Ziergehölze u. Coniferen
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.