Full text: 1954 (0082)

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Frieda, Albert und Anna II . .. 
Umbauten auf Hauptfördermaschinen der Saargruben 
In den letzten Jahren wurden verschiedene 
^lauptschachtfördermaschinen der Saargruben 
von Trommel- auf Treibscheibenförderung um 
gebaut. Zu diesen umgebauten Maschinen 
gehören die elektrische Fördermaschine am 
Schacht I in Viktoria, die Dampffördermaschinen 
Frieda und Albert in Maybach, die Dampfför 
dermaschine Anna II in Kohlwald und die elek 
trische Fördermaschine am Schacht IV in Jägers 
freude. Einige weitere Trommelmaschinen sind 
im Umbau (Altenwald Schacht I) oder sollen 
noch umgebaut werden. 
Nachstehend werden die Wirkungsweise und 
der Anwendungsbereich der beiden Förder 
arten erläutert und die Gründe für die Umstel 
lung von Trommel- auf Treibscheibenförderung 
angegeben. 
1. Trommelfördermaschinen 
Vorherrschend ist die aus zwei Hälften be 
stehende zylindrische Seiltrommel, bei der die 
eine Hälfte zum Auf- und Abwickeln des über 
schlägigen und die andere Hälfte zum Auf- und 
Abwickeln des unterschlägigen Förderseiles 
dient. Je nach der Aufwärts- oder Abwärtsfahrt 
der Förderkörbe wickelt sich das entsprechende 
Förderseil auf seiner Trommelhälfte auf bzw. ab 
(siehe Abb. 1). Das Förderseil legt sich dabei in 
die dazu eingedrehten Seilrillen des Holzbelages 
auf dem eisernen Trommelmantel ein. 
Die Seiltrommel läßt nur eine Breite zu, bei 
welcher der Ablenkungswinkel zu den beiden 
Seilscheiben im Fördergerüst einen maximalen 
Wert von 1°30" nach Möglichkeit nicht über 
schreiten soll. Trotz großer Durchmesser sind 
daher mit der Trommel nur Förderteufen von 
etwa 500 m erreichbar. Die hohen Gewichte und 
die großen zu beschleunigenden Massen der 
schweren und breiten Trommeln verursachen 
einen hohen Energieverbrauch. 
Der Vorteil der Trommelförderung liegt in 
der Möglichkeit, beim Fahren ohne Unterseil 
eine Versteckung der beiden Trommelhälften 
durchzuführen und dadurch mit zwei Förder 
körben von mehreren Sohlen zu fördern. Hinzu 
kommt die bessere Kontrollmöglichkeit der am 
meisten beanspruchten Seileinbände, da die 
Seilenden in gewissen Zeitabständen gekappt 
werden können, wenn man einige Reservewin 
dungen auf den Trommeln aufgewickelt hat. 
Deshalb dürfen nach der Baupolizeiverordnung 
die Seile einer Trommelmaschine länger auf- 
iiegen, in der Regel drei bis vier Jahre gegen-
	        

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