Full text: 1954 (0082)

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FÜR DEN BERGMANN 
EIN KAPITEL ÜBER G R U B E N V E N TI LATO R E N 
Um das Arbeiten unter Tage zu ermöglichen, 
mußten Mittel und Wege gefunden werden, 
ständig frische Luft von über Tage durch das 
gesamte Grubenfeld zu schicken. Während man 
in den Anfängen des Bergbaues, als man die 
Kohle noch aus Ubertagebauen abbaute, mit 
natürlichen Luft- oder Wetterzug auskam, war 
man gezwungen, mit der Zunahme der Teufe 
größere Förderung umgeht, sondern für gewöhn 
lich nur Material oder Berge gefördert werden. 
Die Aufstellung' des Ventilators findet in der 
Regel über Tage in der Nähe des Schachtes 
statt. Durch einen besonderen Wetterkanal wird 
die Verbindung des Ventilators mit dem Schacht 
hergestellt. Der Ventilator saugt nun die ver 
brauchte Luft bzw. die Wetter aus der Grube 
durch den Wetterschacht heraus ins Freie, die 
frische Luft fällt in den übrigen zu Tage gehen 
den Schächten des Grubenfeldes hinein (Abb. 1). 
2. Der Radial-Ventilator 
Der verbreitetste Ventilator im Bergbau ist 
der sogenannte Radial-Ventilator. Bei diesem 
wird die Bewegung der Luft durch ein großes 
mit Schaufeln versehenes Rad bewirkt, welches 
über eine Welle durch eine Dampfmaschine 
oder einen Elektromotor angetrieben wird. Das 
Laufrad ist ganz von einem spiralförmig aus 
gebildeten Gehäuse umgeben, welches in einem 
sich nach oben erweiternden Auslaufhals, 
Schlot oder Diffusor ausmündet. Die Luft tritt 
also in der Richtung der Achse des Laufrades 
einseitig oder auch zweiseitig in das Laufrad 
ein und wird dann von diesem radial in den 
Diffusor bzw. Schlot und nach oben ins Freie 
transportiert. (Abb. 2). 
den Wetterzug auf künstlichem Wege herzu 
stellen. Hierzu bediente man sich sogenannter 
Ventilatoren, welche im Laufe der Zeit immer 
mehr vervollkommnet wurden und heute den 
großen und verzweigten Grubenbauen ent 
sprechend auf den Saargruben bis zu 12 000 m 3 
Luft in der Minute fördern. 
Der Anschluß des Ventilators erfolgt meist an 
einem sogenannten Wetterschacht, in dem keine 
3. Der Axial-Ventilator 
In neuerer Zeit ist an die Stelle des Radial- 
Ventilators der sogenannte Axial-Ventilator ge 
treten, welcher gegenüber dem ersteren mehrere 
Vorteile aufweist. Bei dem letzteren tritt die 
Luft axial, also in Richtung der Laufradachse ein 
seitig ein und verläßt auch in axialer Richtung 
das Laufrad. Die Ausbildung ist im allgemeinen 
so, daß in einem zylindrischen Gehäuse eine 
Abb.Z.
	        

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