Full text: 1954 (0082)

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Bild 3: Schrämmaschine beim Laden während der Talfahrt 
Bild 4: Schrämmaschine mit nachfolgendem Räumpflug 
tem Ausleger und entgegen 
gesetzt laufender Kette an 
der soeben geschrämten und 
geschossenen Kohlenfront 
entlang wieder zurück nach 
unten fahren. Somit konnte 
alle über dem unteren 
Schrämschlitz (bei Doppel 
schram) stehende Kohle ma 
schinell in den Panzerförderer 
geladen werden. (Bild 3). 
Zur Durchführung dieser 
Arbeit wurde lange über die 
Art der Besetzung der 
Meißelhalter diskutiert und 
versucht. Man konstruierte 
besondere Räumketten mit 
besonders breiten Platten, 
oder man formte bereits nicht 
mehr einsatzfähige Meißel 
zu löffelartigen Gebilden um. 
Alle aufgewandte Mühe hat 
sich jedoch in der Praxis nur 
als guter Wille gezeigt. Das 
einfache entgegengesetzte 
Laufenlassen der Schrämkette 
mit allenfalls entgegenge 
setzt eingelegten Meißeln hat 
sich als die beste, schnellste 
und billigste Art bewährt. 
Die dadurch erhöht auftreten 
den Meißelverluste sind so 
gering, daß sie gar nicht ins 
Gewicht fallen. 
Daß natürlich die gesamte 
Schrämmaschine ungleich 
mehr als bei normaler 
Schrämarbeit belastet wird, 
ist ganz verständlich. Daher 
sind, vor allem auch wegen 
der verschiedenen Geschwin 
digkeiten, nicht alle bei den 
Saargruben eingesetzten Ma 
schinentypen zum Laden oder 
Räumen geeignet. Für diesen 
Zweck besonders geeignet ist 
einmal die elektrohydraulische Groß-Schräm- 
maschine SE III und dann, nach Einbau der 
erhöhten Geschwindigkeiten die Groß-Schräm- 
maschine AB 15. 
Nach diesem System wird heute bereits in 
23 Prozent aller bei den Saargruben im Abbau 
stehender! Streben geschrämt und mechanisch 
geladen, wobei diese Zahl sich laufend erhöht. 
Daß diese Art der mechanischen Kohlengewin 
nung nicht in jedem Streb bzw. Flöz anzuwen 
den ist, ist jedem Bergmann klar. Im Prinzip 
ist dieses Problem jedoch gelöst, und Bergleute 
sowie Techniker sind laufend dabei, Verbesse 
rungen und neue Ideen zu verwirklichen. 
Eine dieser Ideen ist das direkte Laden bzw. 
Räumen unmittelbar hinter der schrämenden 
Maschine, und zwar mit einem sogenannten 
Ladepflug. Von allen bisherigen Versuchen zeigt 
Bild 4 einen in der Praxis bereits bewährten 
Räumpflug, den die Maschine hinter sich her 
zieht. Das System ist dabei sehr einfach, denn 
die Kohle wird durch die Bewegung des Pfluges, 
der ja eine schiefe Ebene darstellt, gezwungen, 
an der glatten Blechwand in der Richtung zum 
Panzerförderer vorbei in diesen zu gleiten. So 
mit wird alle bereits lose und auch noch leicht 
hängende Kohle, die sich im Bereich des Pfluges 
befindet, in den Förderer transportiert. 
Nachdem dieses Ziel nun erreicht ist und in 
seiner technischen Vervollkommnung noch wei 
ter ausgebaut wird, sind bereits die ersten Ver 
suche im Gange, die während des Schrämens
	        

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