Full text: 1952 (0080)

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Hans G 1 a w e , ein junger Saarländer, 
dessen Bildhauerarbeiten im Saarland letzt 
hin starke Beachtung landen, ist ein Göttel- 
borner Kind und sein Schaffen verspricht, 
seinem Ursprung entsprechend, dem Berg 
bau und den Bergleuten gewidmet zu sein. 
Schon als Knirps beschäftigte er sich am lieb 
sten mit Plastelin und kein Mensch konnte 
ahnen, daß aus dieser Spielerei einst ernste Ar 
beit werden sollte. Er malte und zeichnete 
eifrig. Schon als achtjähriger Schüler der Volks 
schule Höchen erhielt er die besten Noten, was 
natürlich seinen Fleiß noch mehr anspornte. Das 
ererbte Maltalent seines Vaters, der zwar Mark 
scheider ist, aber nebenbei der Malkunst sehr 
huldigt, ließ ihn auch später auf dem Gymna 
sium in Homburg und Mannheim die besten 
Arbeiten anfertigen. Der Krieg legte alles Stre 
ben lahm. Er wurde Soldat, schwer verwundet 
und mußte ein ganzes Jahr im Lazarett liegen. 
Dann geriet er in russische Gefangenschaft, aus 
der er im Oktober 1947 entlassen wurde. Seit 
1948 besuchte er die Schule für Kunst und 
Handwerk in Saarbrücken. Zwei Semester lang 
war er in der Meisterklasse von Prof. Masereel 
(Graphik). 
Die Ferien wurden zu Studienreisen benutzt. 
Paris, die Schweiz, München, die Vogesen 
Heidelberg usw. gaben Anregungen zu neuem 
Kunstschaffen. 
Heute ist er 28 Jahre alt und Meisterschüler 
der Bildhauerklasse von Prof. Siegle. Er hofft, 
noch manches Kunstwerk schaffen zu können - 
aus Holz, Ton, Stein oder Bronze, und — daß 
vielleicht aus einem Bergmannssohn ein Künst 
ler wird. 
Bergmann
	        

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