Full text: 1951 (0079)

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folgreich durch Sprühdüsen 
(mit Druckwasser) oder durch N e - 
b e 1 d ü s e n (mit Druckwasser und 
Preßluft) bekämpft. 
Die bei der Kohlengewinnung 
entstehenden Stäube sind nicht nur 
lästig, sondern können auch je nach 
Größe des Bergeanteils gefährlich 
sein. Wirkungsvolle Bekämpfungs 
maßnahmen stellen das Stoß- 
tränkverfahren und das 
Naßschrämen dar. Die Stoß 
tränkung bietet zudem den Vorteil 
der Kohlenauflockerung: Schwierig 
keiten können jedoch bei gebrä- 
chem Hangenden auftreten, so daß 
das Verfahren nur bedingt durch 
führbar ist. Während bei den Saar 
gruben das Naßschrämen erst im 
Anlaufen ist, arbeiten bereits 33 # /» 
aller Strebe mit Stoßtränkung. 
rende Oberflächenspannung verfügt, hängt von der 
Art der mineralogischen Zusammensetzung sowie 
der Korngröße der Stäube ab. Je feiner die Stäube 
sind, um so schwerer lassen sie sich durch Wasser 
benetzen. Mehr noch als der Gesteinsstaub ist es der 
Kohlenstaub, der sich gegen die Benetzung durch 
Wasser hartnäckig zur Wehr setzt. 
Die Entwicklung feinster Stäube findet zweifels 
ohne bei der Bohrarbeit statt. Das Naßbohren mit 
tels Hohlbohrer gewährleistet die wirkungs 
vollste Bohrstaubbekämpfung. Die beiden bei den 
Saargruben eingeführten Bohrverfahren mit seitlicher 
Wasserzufuhr zum Hohlbohrer mittels Spül 
kopfes (Abb. 5) und mit zentraler Wasserzufuhr 
durch den Bohrhammer (Wasserspülham 
mer) zum Hohlbohrer arbeiten bei Horizontal 
bohrung zwangsläufig, das heißt, bei Abstellung des 
Wassers würde sich der Bohrer verklemmen. Bei den 
Saargruben bohren alle söhligen Gesteinsbetriebe 
naß, während in den Vortrieben der Flözstrecken 
mit Nebengestein die Naßbohrung bereits bis nahe 
zu 70 Prozent durdigeführt ist. 
2. Absaugung der Stäube: 
An Betriebspunkten, an denen aus technischen 
oder sonstigen Gründen das Naßbohren nicht durch 
geführt werden kann, bürgen die Trockenabsaug- 
verfahren für eine erfolgreiche Staubbekämpfung. 
Als ein gutes Gerät zum Absaugen der Bohrstäube 
hat sich das auf einer Saargrube erstmalig ein 
geführte „Königsborn" - Absauggerät (Abb. 6) 
erwiesen. Das Absaugverfahren mit diesem Gerät 
beruht auf der Trockenbohrung unter Verwendung 
von Spezial-Hohlbohrern mit größerem Innenkanal, 
eines Saugkopfes an Stelle des Spülkopfes und 
eines Filterkastens mit eingebautem Preßluftinjektor. 
Auch das bei den Saargruben für Aufbrüche ein 
geführte Ringelband-Absauggerät (Ab 
bildung 7) mit nassem Staubniederschlag, das mit 
Vollbohrern (Rund- oder Schlangenbohrer) arbeitet, 
kann auf einfache Weise auf saugende Spezial-Hohl 
bohrer umgestellt werden, wodurch dieses Gerät an 
Einfachheit und Wirkungsgrad gewinnt. Bedingung 
für die Verwendung dieses Geräts ist jedoch das 
Vorhandensein einer Wasserleitung im Aufbruch. 
Die durch das Naßbohren hervor 
gerufenen Wasseransammlungen auf 
der Sohle dürfen nicht als Nach 
teil dieser beiden Verfahren ange 
sprochen werden, wenn man be 
rücksichtigt, daß dieses Wasser der 
Benetzung des Haufwerks 
zugute kommt. 
Eine weitere Bedeutung kommt 
der Berieselung der Orts 
brust beim Streckenvortrieb zu, 
um die beim Beräumen vor der 
Bohrarbeit und nach der Schießar 
beit entstehenden Stäube zu binden. 
An Kipp-, Übergabe- und Lade 
stellen sowie beim Abtun der 
Schüsse (staubhaltige Schußschwa 
den) wird die Staubentwicklung er- 
Abb.6
	        

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