Full text: 1951 (0079)

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Abb.2 
2. Das Konimeter (Abb. 2), das eine kleine 
Staubprobe mittels Metallpumpe auf einer präpa 
rierten Glasplatte auffängt und die mikroskopische 
Ermittelung der Anzahl und Korngröße der Staub 
teilchen ermöglicht. 
3. Das Wattefiltergerät (Abb. 3), mit wel 
chem mittels Preßluftinjektors eine größere Staub 
menge angesaugt werden kann. Dieser im Watte 
filter festgehaltene Staub wird auf einer Präzi 
sionswaage ausgewogen und dann der Analyse 
unterworfen, um seine mineralogische Zusammen 
setzung zu ermitteln. Es kommen folgende drei 
Analysenarten zur Anwendung: 
a) die chemische Analyse auf nassem Wege, 
b) die physikalische Analyse durch Absinkenlas 
sen der Stäube in einer Schwerelösung, 
Abb. 3 
Abb. k 
c) die optische Analyse mittels Mikroskops 
(Abb. 4) bei Verwendung von auffallendem und 
durchfallendem Licht. 
Es muß aber ausdrücklich bemerkt werden, daß der 
Gehalt an freier Kieselsäure allein noch kein 
richtiges Urteil über die Staubgefährlichkeit eines 
Betriebes zuläßt. Außer dem Gehalt an freier Si O2 
(Quarz) spielen noch andere Faktoren, wie Größe 
der Teilchen, chemische Löslichkeit, Benetzbarkeit, 
Ionisationsgrad usw. eine Rolle, Probleme, die man 
heute durch einen Stab von Wissenschaftlern in 
allen Ländern der Welt zu klären versucht. Es muß 
ferner bedacht werden, daß außer 
diesen chemischen und physikali 
schen Eigenschaften der verschie 
denen Staubarten letzten Endes die 
von dem betreffenden Arbeiter ein 
geatmete Staubmenge für das Ent 
stehen einer Silikose maßgebend 
ist, und daß auch Faktoren eine 
Rolle spielen, die wir heute wahr 
scheinlich noch gar nicht kennen. 
Der Schwerpunkt aller Bemühun 
gen liegt jedoch in der Auswahl 
und Anwendung von Mitteln, die 
geeignet sind, den Staub erfolg 
reich zu bekämpfen bzw. den Berg 
mann gegen Staubeinwirkungen zu 
schützen. Es wird daher bei den 
Saargruben von folgenden Mög 
lichkeiten der wirksamen Staub 
bekämpfung und Staubschutzes Ge 
brauch gemacht: 
1. Bindung der Stäube 
durch Wasser: 
Die Benetzbarkeit der Stäube 
durch Wasser, das über eine be 
stimmte, die Staubbindung erschwe-
	        

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