Full text : 1949 (0077)

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UNSER  PREISAUSSCHREIBEN

Wer  hätte  je  gedacht,  dass  das  Interesse  an
unserem  Preisausschreiben  in  einem  solchen
Masse  zunehmen  würde.  Zahlreiche  junge  und
alte  Bewerber  aus  den  Kreisen  unserer  aktiven
Belegschaft  sowie  der  Pensionäre  haben  uns  mit
Manuskripten  buchstäblich  zugeworfen  und  die
Preisrichter  in  arge  Verlegenheit  gebracht.  Ausgerechnet ­
  an  den  heissesten  Tagen  des  Jahres
musste  das  Preisgericht  sich  durch  einen  Berg
von  Papier  hindurcharbeiten,  um  den  Weizen
von  der  Spreu  zu  sondern  und  schliesslich  die
Spitzenleistungen  herauszufinden.  Es  war  dies
eine  nicht  ganz  leichte  Aufgabe,  da  doch  Sachlichkeit ­
  und  Gerechtigkeit  entscheiden  sollten.
Um  gewissen  Zweifeln  Rechnung  zu  tragen  und
um  einen  Ausweg  in  einigen  unlösbar  erscheinenden ­
  Fällen  zu  finden,  haben  wir  uns  entschlossen, ­
  die  Zahl  der  Preise,  die  bisher  sieben
betrug,  auf  zehn  zu  erhöhen.  Auch  hoffen  wir,
damit  einen  noch  grösseren  Anreiz  zur  Beteiligung ­
  an  den  künftigen  Preisausschreiben  zu
geben.  Allen  diesmaligen  Bewerbern  sei  für  das
bewiesene  Interesse  und  für  den  an  den  Tag
gelegten  Eifer  herzlichst  gedankt.  Mögen  diejenigen, ­
  denen  das  Glück  diesmal  nicht  hold  war,
den  Mut  nicht  verlieren  ;  bei  dem  nächsten
Wettbewerb  gibt  es  wieder  neue  Möglichkeiten,
eine  Siegespalme  zu  erringen.
Von  den  eingesandten  Arbeiten  hat  das  Preisgericht ­
  die  nachfolgenden  als  die  besten  bezeichnet ­
  und  ihren  Verfassern  die  ausgesetzten  Preise
zuerkannt  :
1.  «Im  Schatten  des  Bergwerks»,  Erzählung
von  Josef  Wendelin  Joch  um,  Göttelborn, ­
  1.  Preis  =  8.000  frs.
2.  «Schwelendes  Feuer  im  Schacht»,  Gedicht
von  Fritz  E  i  s  e  n  b  e  i  s,  Bergpensionär,
Wellesweiler,  2.  Preis  —  5.000  frs.
3.  «Elfriede»,  Erzählung  von  Matthias
A  11  m  e  y  e  r,  Grube  Viktoria,  3.  Preis  -=4.000
  frs.
4.  «Es  ist  nichts  so  fein  gesponnen»,  eine
heitere  Begebenheit  von  Richard  Z  e  w  e,
Grube  Reden,  4.  Preis  =  3.000  frs.
5.  «  Mein  erster  und.  letzter  Boxkampf  »,  ein
heiteres  Erlebnis  von  Heinrich  Wolf,
Bergmann  auf  Grube  Camphausen,  5.  Preis
-  2.000  frs.
6.  «Zwei  Menschen  »,  Erzählung  von  H.
M  o  1  i  t  o  r,  Grube  König,  6.  Preis  —
2.000  frs.

7.  «  Zwei  Flände»,  Erzählung  von  Erol
L  a  n  g  1  o  i  s,  Neunkirchen/Saar,  7.  Preis  =-1.500
  frs.
8.  «  Die  Darier  Katzen  »,  ein  lustiges  Gedicht
von  Karl  Heinz  Schmidt,  Lehrwerkstatt
Altenwald,  8.  Preis  =  1.500  frs.
9.  «  Der  Schobbejäb  »,  eine  heitere  Begeben
heit,  von  Hermann  Winzer,  Bergmann,
Grube  Hirschbach,  9.  Preis  =  1.500  frs.  .
10.  «  Saarlied  »,Gedicht  von  Heinrich  Poller,
Kohlenverkäufer,  Grube  Luisenthal,  10.
Preis  =  1.500  frs.
Der  neue
WETTBEWERB  1949
erhält  die  nachstehenden  Bedingungen  :
1.  Einzusenden  sind  Erlebnis-Schilderungen
ernster  und  heiterer  Art,  Kurzgeschichten
aus  der  Zeit  für  die  Zeit,  Gedichte  in  Hochdeutsch ­
  und  Dialekt  sowie  heitere  Episoden
und  gute  Witze.
Ausgeschlossen  von  der  Bewertung  sind
alle  Arbeiten  politischen  Inhalts.
Die  Arbeiten  dürfen  drei  Druckseiten,
Gedichte  jedoch  eine  Druckseite  nicht  überschreiten. ­

2.  Teilnahmeberechtigt  sind  alle  aktiven  und
pensionierten  Angehörigen  der  Saargruben
unter  Ausschluss  der  Mitglieder  des  Preisgerichts ­
  sowie  der  Schriftleitung.
3.  Die  Preise  werden  zu  gegebener  Zeit  durch
Rundschreiben  bekannt  gegeben  werden.
Bei  gleichwertigen  Arbeiten  entscheidet
das  Los.
4.  Das  Preisgericht  setzt  sich  aus  drei  Angehörigen ­
  der  Saargruben  zusammen.
5.  Die  Arbeiten  sind  bis  spätestens  31.  Juli  1949
einschliesslich  in  verschlossenem  Umschlag
an  die
Schriftleitung  des  Bergmannskalenders,
Saarbrücken
Trierer  Strasse  1
unter  Angabe  des  Stichwortes  «Preisausschreiben ­
  »  einzusenden.
6.  Alle  eingehenden  Arbeiten  gehen  in  das  Ei
gentum  der  Schriftleitung  des  Bergmannskalenders ­
  über.  Ein  Anspruch  auf  Veröffentlichung ­
  besteht  nicht.
Schriftleitung  des  Bergnmnnskalenders.
            
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