Full text: 1948 (0076)

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UNSER PREISAUSSCHREIBEN 
Wider Erwarten groß war die Beteiligung 
an unserem diesjährigen Preisausschreiben. 
Die Zahl der Konkurrenten, die mit Mut und 
Selbstvertrauen ihr Glück versuchten, war 
gegen das Vorjahr derart angewachsen, daß 
es dem Preisgericht richtig angst und bange 
wurde, als der Turm von Manuskripten vor 
ihm aufgebaut wurde. Nicht immer waren 
es „Genüsse“, die die Preisrichter zu ver 
dauen hatten; doch muß zugegeben werden, 
daß im großen und ganzen viel Brauchbares 
und manch Ausgezeichnetes eingegangen ist. 
Hieraus ergab sich für das Preisgericht die 
weitere Schwierigkeit, die wirklich besten 
Arbeiten herauszufinden. 
Wir danken allen Beteiligten für das an 
dem Preisausschreiben an den Tag gelegte 
Interesse sowie für den Eifer, die sie gezeigt 
haben, und wünschen allen denen, welchen 
diesmal ein Preis nicht zuerkannt werden 
konnte, mehr Erfolg bei dem kommenden 
Wettbewerb. Auch hoffen wir, daß die Teil 
nahme an unseren künftigen Preisaus- 
ausschreiben eine immer regere werden wird. 
Leider müssen wir uns damit begnügen, 
die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Ar 
beit im diesjährigen Kalender zum Abdruck 
zu bringen; vielleicht besteht die Möglichkeit, 
weitere preisgekrönte Einsendungen in spä 
teren Kalendern erscheinen zu lassen. 
Das Preisgericht hat die ausgesetzten 
Preise nachstehenden Bewerbern zuerkannt: 
1. ) „Der neue Obersteiger“ Erzählung von 
Erol Langlois, Neunkirchen Saar, 1. Preis 
500 Mark. 
2. ) „Der Kreuzschnabel“, Erzählung von 
Josef Schmidt, Altenkessel, 2. Preis 
250 Mark. 
3. ) „Hauerschicksal“, Gedicht von Josef 
Jochum, Göttelborn, 3. Preis 250 Mark. 
4. ) „Unser Weihnachtsb.aum“, Gedicht von 
Alfred Schwarz, Grube Dechen, 4. Preis 
125 Mark. 
5. ) „Die Ahnfrau von der Siersburg", Le 
gende von Maria Kelter, Brefeld, 5. Preis 
125 Mark. 
6. ) ,Der Einbrecher“, ein heiteres Erleb 
nis von Alfons Rosar, pens. Bergmann, 
Landsweiler-Reden, 6. Preis 125 Mark. 
7. ) „Die Hooregeeß“, eine heitere Plauderei 
von Karl Konrad, Bergmann auf 
Grube Jägersfreude, 7. Preis 125 Mark. 
Und nun zum 
Wettbewerb 1948 
Bedingungen: 
1. ) Einzusenden sind Erlebnis-Schilderungen 
ernster und heiterer Art, Kurzgeschichten 
aus der Zeit für die Zeit, Gedichte in 
Hochdeutsch und Dialekt sowie heitere 
Episoden und gute Witze. 
Ausgeschlossen von der Bewertung sind 
alle Arbeiten politischen Inhalts. 
Die Arbeiten dürfen drei Druckseiten, 
Gedichte jedoch eine Druckseite nicht 
überschreiten. 
2. ) Teilnahmeberechtigt sind alle aktiven 
und pensionierten Angehörigen der Saar 
gruben unter Ausschluß der Mitglieder 
des Preisgerichts sowie der Schriftleitung. 
3. ) Die Preise werden zu gegebener Zeit 
durch Rundschreiben bekanntgegeben 
werden. 
Bei gleichwertigen Arbeiten entscheidet 
das Los. 
4. ) Das Preisgericht setzt sich aus drei Ange 
hörigen der Saargruben zusammen. 
5. ) Die Arbeiten sind bis spätestens 31. Juli 
1948 einschließlich in verschlossenem Um 
schlag an die 
Schriftleitung des Bergmannskalenders, 
Saarbrücken 
Trierer Straße 1 
unter Angabe des Stichwortes „Preis 
ausschreiben“ einzusenden. 
6. ) Alle eingehenden Arbeiten gehen in das 
Eigentum der Schriftleitung des Berg 
mannskalenders über. Ein Anspruch auf 
Veröffentlichung besteht nicht. 
Schriftleitung des Bergmannskalenders.
	        

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