Full text: 72.1944 (0072)

Tonschicht, ebenfalls abdichtend. Die Abbil¬ 
dung 16 bringt eine Auswahl von Bohrungen 
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aber solche wasserstauenden Einlagerungen, 
dann sinken die eindringenden Wässer bis 
_auf die oben behandelte 
Tonschicht ab und sam- 
_ ] mein sich hier zum 
stärksten und verbrei- 
tetstenGrundwasserhori- 
zont des ganzen Bunt¬ 
sandsteingebirges, 
besondere kann 
dieser Horizont 
wasserreich sein, 
das Basiskonglamerat der 
Wasserführer ist. 
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Buntfondftetn 
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Stemkohlengabirge 
Höhe 
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Ins- 
dann 
sehr 
wenn 
Abb. 16. Bohrungen im Warndt, die die Tonschieht durchstießen. 
im Warndt, in denen die Tonschicht ange¬ 
troffen wurde. Die Mächtigkeit der Tonschicht 
ist Schwankungen unterworfen. Es ist auch 
nicht immer möglich, sie in den Bohrproben 
genau von den verwitterten Tonschiefern des 
Karbons oder des Rotliegenden zu trennen. 
Für die Grundwasserverhältnisse ist dies 
aber weniger wichtig, da ihre Aufgabe, dicht 
zu sein, erfüllt wird. Die verschiedene Mäch¬ 
tigkeit in den Bohrprofilen, die der Buntsand¬ 
stein zeigt, ist sekundärer Natur. 
Die Lagerung der Schichten ist nur wenig 
geneigt. Das Einfallen ist meist so flach, daß 
es schwierig ist, eine genaue Einfallrichtung 
anzugeben. Trotzdem sind aber auch Stellen 
mit stärkerem Einfallen bekannt. Auch Ver¬ 
werfungen haben die Schichten gegenein¬ 
ander in der waagerechten als auch in der 
senkrechten Richtung verschoben. Hydrolo¬ 
gisch haben sie in einigen Fällen Bedeutung. 
Für die Grundwasserbildung ist auch hier 
wichtig, daß die Gesteine wasserdurchlässig 
sind. Wegen der überwiegend grobkörnigen 
Ausbildung und des im rechten Verhältnis 
vorhandenen Bindemittels oder seines gänz¬ 
lichen Fehlens, sind die Gesteine stark porös. 
Die Niederschläge können leicht und schnell 
in ihnen versickern und versinken. Durch die 
flache Lagerung und den breiten Ausstrich 
der Schichten an .der Tagesoberfläche wird 
den Niederschlägen auch die beste Einzugs¬ 
möglichkeit geboten. Die in die Tiefe ver¬ 
sinkenden Wässer sammeln sich auf der 
nächsten wasserundurchlässigen Schicht oder 
stauen sich über einer verhältnismäßig 
schwerer durchlässigen Schicht. Da sich in 
der Schichtenfolge auch öfter Ton- oder 
Lettenlagen einstellen, kann es zu örtlichen 
Grundwasserhorizonten kommen, die beim 
Ausstreichen am Tage den Austritt von 
Quellen verursachen. Auch die ,.Eisen¬ 
schwarten“ können solche Grundwasser¬ 
horizonte veranlassen, da sie ebenfalls wasser¬ 
stauend wirken. Bei Wasserbohrungen machen 
sich die Grundwasserhorizonte durch eine 
erhöhte Wasserlieferung bemerkbar. Fehlen 
Neben diesen Wasser¬ 
horizonten kommen dann 
noch die Schwimmsand¬ 
horizonte vor. Dieses sind 
bindemittelfreie Sande 
von feinem Korn. Ihr 
Durchmesser ist nicht 
größer als 1U mm. Sie 
bestehen fast ausnahms¬ 
los nur aus Quarz oder 
Quarzit. Ihr Vorhandensein in der Schichten¬ 
folge wirkt sich wie die Anlage unterirdischer 
Sammelbehälter aus, die dann durch Boh¬ 
rungen ertleerf werden können. Die Wasser¬ 
lieferung ist sehr groß. Nur macht das Nieder¬ 
bringen der Schächte und auch der Bohrungen 
in solchem Gebirge große Schwierigkeiten. 
Manche Bohrung ist zugesandet und mancher 
Schacht mußte wegen unüberwindlicher 
Schwierigkeiten eingestellt oder anders ge¬ 
plant werden. Dabei gehen die Schwimm¬ 
sandhorizonte nicht gleichmäßig in der 
Schichtenfolge durch. Sie können sich auf 
kurzer Erstreckung sowohl in der Mächtig¬ 
keit als auch in der Höhenlage schnell 
verändern. Aber für die Wasserversorgung 
sowohl der industriellen Anlagen, z. B. Saar- 
gruben-AG., als auch für die Städte haben 
gerade diese Horizonte eine große Bedeutung 
erlangt. Nach den bisherigen Untersuchungen 
lassen sich die wasserführenden Horizonte im 
Buntsandstein der Westmark etwa folgender¬ 
maßen darstellen. Die Abbildung 17 zeigt im 
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Abb. 17. Querschnitt des Buntsandsteins an der 
mittleren Sa_ar und die Grundwasserhorizonte. 
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