Full text: 71.1943 (0071)

1942 - Öas Itegrcichc Jahr Der Bewährung 
Von Ehrenfried Cartobius, Berlin 
Als der Führer am 11. Dezember 1941, 
dem Tage der Kriegserklärung an die Ver¬ 
einigten Staaten von Nordamerika, vor dem 
Reichstag sprach, vernahm das ganze deut¬ 
sche Volk den unerschütterlichen Entschluß, 
den Kampf bis zum gemeinsamen Sieg 
fortzuführen. Das Jahr 1941 war ein Jahr 
weltgeschichtlicher Ereignisse geworden 
und der Kampf gegen den Bolschewismus 
nahm den Charakter eines europäischen 
Kreuzzuges an. Das Jahr 1942 aber wurde 
zu einem Jahr der Bewährung der Front 
und der Heimat und das Jahr der großen 
Siege über den Bolschewismus. Deutschland 
kämpfte mit seinen Verbündeten für den 
gesamten Kontinent und für die Erhaltung 
der europäischen Kultur. 
Nachdem die Heere der jüdisch-pluto- 
kratischen Kriegstreiber auf dem Festland 
überall vernichtende Niederlagen erhalten 
hatten, bildete die Sowjetunion die letzte 
Hoffnung. Der unendliche Raum im Osten 
sollte nach den frommen Wünschen der 
Kriegshetzer Roosevelt, Churchill, Stalin 
und Genossen zum Grab der deutschen 
Soldaten werden. — Es kam jedoch ganz 
anders und die Felder Sowjetrußlands 
wurden zum Massengrab der roten Armeen. 
Millionen Sowjetrussen wanderten in deut¬ 
sche Gefangenschaft und wichtige Industrie¬ 
gebiete kamen in deutsche Hand. Der 
deutsche Soldat meisterte alle Schwierig¬ 
keiten und zerschlug eine Bastion nach der 
anderen, bis durch ein Naturereignis un¬ 
gewöhnlichen Ausmaßes für einige Zeit 
der siegreiche Vormarsch der deutschen 
Armeen abgestoppt wurde. Der früh ein¬ 
setzende und lang andauernde grausam 
kalte Winter wurde jedoch nicht nur zum 
Prüfstein für die Härte und Widerstands¬ 
fähigkeit des deutschen Soldaten, sondern 
gleichzeitig zum Gradmesser für die Opfer¬ 
bereitschaft der Heimat. Der Tapferkeit, 
der Treue und der unmenschlichen Leidens¬ 
bereitschaft der deutschen Soldaten und 
seiner Verbündeten war es zu verdanken, 
daß die Front im Osten eisern stand hielt. 
Der Kampf im Osten 
war seit dem Herbst 1941 härter und un¬ 
erbittlicher geworden. Im Osten wurden 
aber auch Schlachten geschlagen, wie sie 
in der Weltgeschichte bisher nicht bekannt 
waren. Allein in der Doppelschlacht 
von Brjansk und Wjasma, die am 
18. Oktober 1941 beendet wurde, konnten 
über 650 000 Gefangene und unübersehbares 
Kriegsmaterial eingebracht werden. Wenige 
Tage später, am 24. Oktober, fiel die große 
Industriestadt Charkow in deutsche 
Hand, die späterhin zum Ausgangspunkt 
der neuen Offensive werden sollte. Noch 
vor Eintritt des Winters waren die deut¬ 
schen Truppen tief in den russischen Raum 
eingedrungen. Leningrad war fest einge¬ 
schlossen und Moskau bedroht. 
Als im Jahre 1812 die napoleonischen 
Armeen von Moskau zurückfluteten und 
schließlich aufgerieben wurden, lag die 
tiefste Kälte um 25 Grad unter Null. Im 
Winterkrieg 1941/42 aber war der tiefste 
Kältegrad, der an der Ostfront gemessen 
wurde, 
52 Grad unter Null. 
In eisigen Winden und schweren Schnee¬ 
stürmen hielt der deutsche Soldat in der 
neu bezogenen „Winterstellung” wochen¬ 
lang aus. Das Genie des Feldherrn Adolf 
Hitler kam jetzt noch mehr zur Geltung, 
zumal als mit dem Feldzug im Osten der 
Krieg Ausmaße annahm, die alle bisherigen 
Vorstellungen übertrafen. Die enge Ver¬ 
flechtung der operativen Landkriegsführung 
mit den politischen und kriegswirtschaft¬ 
lichen Zielen veranlaßten den Führer, sich 
alle wesentlichen Entschlüsse in der Krieg¬ 
führung persönlich vorzubehalten. An der 
Nachschubfrage scheiterte Napoleon in 
Rußland. Daß dieses Vorkommnis sich nicht 
wiederholte, dafür sorgte die gründliche 
Organisation der deutschen Heerführung. 
Am 17. November ordnete der Führer be¬ 
reits an, daß in den Teilen der von den 
deutschen Truppen neu besetzten Ost¬ 
gebiete, in denen die Kampfhandlungen 
beendet waren, sofort Zivilverwaltungen 
eingerichtet wurden. Reichsleiter Alfred 
Rosenberg wurde zum 
Reichsminister für die besetzten Ostgebiete 
ernannt. Während der Bolschewist in sinn- 
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