Full text: 67.1939 (0067)

Der neue Kühlturm 
Werksaufnahme 
mehr, sondern werden auch besonders mit den 
Minderwertigen, nicht oder schwer abzusetzenden 
Abfallprodukten der Wäsche beheizt. Sie erzeu¬ 
gen Dampf von 16 atü (gegen früher 8 atü). 
Mittelproüukt, Staub und Schlamm werden im 
Verhältnis von 5:3:2 in besonderen Mischern 
in der Wäsche gemischt und auf Transportbän¬ 
dern dem Kesselhaus zugeführt. Für diese gro¬ 
ßen Kessel ist besonders wichtig die Reinheit des 
zugeführten Speisewassers, das regelrecht auf¬ 
bereitet wird. Es wird enthärtet, entölt und 
salzfrei gemacht and kann erst dann den Kesseln 
zugeführt werden. 
Die erhöhte Dampferzeugung findet ihren Ab¬ 
satz einmal in dem neuerbauten Turbokompres¬ 
sor von 30 000 m3 stdl. Leistung, der für den 
erhöhten Energiebedarf unter Tage durch den 
vermehrten Einsatz von neuen Maschinen alter 
Art und die Fördersteigerung eine große Not¬ 
wendigkeit darstellte (Abb. 12). Seine Anlage 
bedingte eine Erweiterung des bestehenden 
Rohrnetzes, die durch Einbau von Rohren grö¬ 
ßeren Durchmessers erfolgte. 
Für die Hochdruckpreßluftlokomotiven unter 
Tage mußte ein neuer H.-D.-Komprefsor von 
2500 m3 stdl. Leistung (Abb. 9) aufgestellt wer¬ 
den, wodurch mehrere kleinere ältere Einheiten 
frei wurden und dem Abbruch verfielen. Die 
Aufstellung dieser beiden Maschinen bedingte 
eine Erweiterung der Maschinenhalle und eines 
neuen Kranes sowie die Aufstellung eines neuen 
Kühlturmes (Abb. 10), der die gesamte unzurei¬ 
chende alte Kühlturmanlage ersetzt, wodurch 
wertvoller Platz gewonnen werden konnte. 
Der Einbau der vielen neuen Maschinen ins¬ 
besondere in der Wäsche erforderte eine Erwei¬ 
terung und Erneuerung der elektrischen Schalt¬ 
anlagen. Diese waren bisher im Maschinenhaus 
mehr schlecht als recht untergebracht und ent¬ 
sprachen einmal nicht mehr den neuesten Vor¬ 
schriften, zum andern genügten sie nicht den 
heutigen Verhältnissen. 
Die ebenfalls zu kleine Umspannstation, die den 
von den Saarkraftwerken ankommenden Fremd¬ 
strom an die Grube weiter gab, erfuhr einen 
völligen Umbau. Im neuen Schalthaus (Abb. 
11) wird der mit 10 KV ankommende Strom 
auf 5 KV umgespannt und an die drei Ent¬ 
nahmestellen — Grube, Wäsche und Kesselhaus 
— verteilt, die ihrerseits eigene Umspann¬ 
stationen zur Weiterumspannung auf 500 Volt 
und eigene Schaltanlagen besitzen. 
Eine der ersten Aufgaben der neuen Verwal¬ 
tung war die Umstellung der Lampenwirtschaft. 
Die übernommenen Lampen waren in einem 
derartigen Zustande, daß für schleunige Erneue¬ 
rung gesorgt werden mußte. Die Lampenwirt¬ 
schaft übernahm eine Firma in eigene Bewirt¬ 
schaftung und liefert dafür Lampen von einer 
mittleren Leuchtstärke von 1,5 HK.
	        
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