Full text: 67.1939 (0067)

Bauern aus dem Gau Oberdonau ihre höchste 
Verklärung. Mit einem Worte sei noch der 
heute Schaffenden aus der Ostmark gedacht. Es 
sind lauter Namen von Klang die da genannt 
zu werden verdienen. Mit E. Kolbenheyer an 
der Spitze schaffen Robert Hohlbaum, Bruno 
Brehm, Karl Strobel, I. Weinheber, H. Wag¬ 
gerl. I. Perkonig und noch viele andere zum 
Ruhm des deutschen Schrifttums und in un¬ 
begrenzter Liebe zu Deutschland. 
Möge dieser kurze Streifzug durch die Geschichte 
der deutschen Ostmark etwas dazu beitragen, die 
oft so falschen Vorurteile über den Deutsch- 
Österreicher zu zerstreuen und ihn in dem Lichte 
erscheinen lassen, wie es ihm auf Grund seiner 
deutschen Mission an der Südostecke des deutschen 
Siedlungsraumes gebührt. 
Es soll nicht Aufgabe dieser Ausführungen 
fein, den Österreicher, wie man in Österreich so 
schön sagt, „herauszustreichen", sondern Miß- 
verständnisie aufzuklären. Bevor mm das Ka¬ 
pitel über die Geschichte des alten Österreichs 
durch den Weltkrieg abgeschlossen wird, soll noch 
auf ein Unrecht hingewiesen werden, das dem 
österreichischen Soldaten im Weltkrieg, vor allem 
aber dem deutschösterreichischen Soldaten zu¬ 
gefügt wurde. Es ist hier nicht der Ort, näher 
darauf einzugehen. 
Otto Gallian hat in seinem Buche „Der öster¬ 
reichische Soldat im Weltkriege" die Legende 
vom „Kameraden Schnürschuh" widerlegt und 
die falschen Vorurteile über den österreichischen 
Soldaten, vor allem aber über den deutschöster¬ 
reichischen Frontkämpfer hinweggeräumt. Ebenso 
hat das „Schwarze Korps" in einer Artikelreihe 
„Deutschüsterreichische Mißverständnisse" (Folge 12 
bis 15 1938) wesentlich dazu beigetragen, das Un¬ 
recht, das dem deutschösterreichischen Frontkämpfer 
durch mehr als 20 Jahre zugefügt wurde, wieder 
gutzumachen. In der Folge 14, Seite 13 und 14, 
heißt es da unter anderem: „Einige Zahlen sol¬ 
len es schlicht beantworten, und sie sprechen 
mehr für den aufopfernden Heldenmut der 
Deutschen in Österreich, als es die gewandteste 
Feder zu schildern vermöchte. Die nachmalige 
Edelweißdivision ging im August 1914 mit 14 000 
Gewehren ins Feld; Mitte September, nach Ab¬ 
schluß der Einleitungsschlachten, waren davon 
4000 übrig geblieben. Aufgefüllt durch Ersatz 
aus der Heimat, erreichte sie Anfang Oktober 
wieder einen Stand von 13 00$ Gewehren, der 
bis 30. November auf 5000 sank. Am 20. Dezem¬ 
ber 1914 zählte sie 1500 Gewehre. (Gallian) . . . 
Eine einzige deutschösterreichische Division, die 
dritte, stellte in vier Monaten 27 000 Gewehre, 
von denen nach dieser Zeit nur noch 1500 über 
den Berg von Leichen ihre Brüder die Läufe 
feindwärts richten konnten .... Mag man 
über die Zustände in der üfterreichisch-ungari- 
schen Armee denken wie man will, von „Schlam¬ 
perei" reden, herbeigeführt durch den Umstand, 
daß sich die meisten untereinander nicht einmal 
äteirirebs Berglandschaft 
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