Full text: 66.1938 (0066)

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Schichtenfolge im Ruhrsreinkohlengebirge 
Erdschichten zu bekommen, wählt man die Kern¬ 
bohrung. Bei der Meißelbohrung wird das Ge¬ 
stein durch die stoßende Arbeitsweise im Bohr¬ 
loch zertrümmert und mit Wasser zutage ge¬ 
spült. Am Vohrschlamm läßt sich wohl noch die 
Art des Gesteins feststellen, ob Kohle, Schiefer¬ 
ton oder Sandstein, aber die wichtigen Ver¬ 
steinerungen gehen dabei mit in Trümmer. Bei 
der Kernbohrung dagegen besteht das Bohr¬ 
werkzeug aus einem Hohlzylinder, dessen ring¬ 
förmige Grundfläche mit Diamanten oder 
Stahlzähnen besetzt ist und im Bohrloch gedreht 
wird. Weil das Bohrwerkzeug hohl ist, bleibt 
in seinem Innern ein Gesteinskern stehen, der 
in gewissen Abständen abgerissen und zutage ge¬ 
fördert wird. Der Kerndurchmesser beträgt 3 
bis 20 Zentimeter und wird bei größerer Teufe 
geringer genommen. Nach dem Hochziehen 
können die Kerne bequem untersucht werden. In 
der Richtung der Schichtflächen werden sie in 
dünne Scheiben gespalten, wobei die Versteine¬ 
rungen zum Vorschein kommen. Mit ihrer Hilfe 
kann man dann feststellen, welchem Schichten¬ 
glied der Bohrkern entstammt. Findet man 
z. B. ein Kernstück mit dem Nervenfarn dl e u - 
ropteris tenuifolia, so kann man mit 
ziemlicher Sicherheit sagen, daß es aus der 
Fettkohlengruppe stammt. Ist die Art noch mit 
dem Kammfarn Pecopteris pennae- 
Schichtenfolge im Saarsteinkohlengebirge 
formis vergesellschaftet, so ist es ganz sicher 
Ein Kernstück mit der Keilblattpflanze Sphe-: 
nophyllum myriophyllum würde auf 
den unteren Teil der Fettkohlengruppe deuten 
Werden kennzeichnende Pflanzenreste der Flamm- 
kohlengruppe aus den Kernen gewonnen, so liegt 
die Gewißheit vor, daß beim Tieferbohren auch 
noch die darunterliegende Fettkohlengruppe er¬ 
schlossen wird, falls keine größeren Gebirgs- 
störungen die ganze Schichtenfolge verworfen 
haben. 
Obgleich die erwähnten 5 Tonsteine ganz gute 
Leitschichten sind und auf weite Erstreckung aus¬ 
halten, können sie doch zu Trugschlüßen führen. 
Ein gutes Beispiel dafür ist die Tiefbohrung 
Von der Heydt 2 (Bürbach). In dieser Tief¬ 
bohrung wurde bei 71 Metern ein Tonstein ge¬ 
troffen, den man als den Tonstein 2, der die 
Grenze zwischen der eigentlichen liegenden 
Flammkohlengruppe und dem sogenannten flöz¬ 
armen Mittel, in dem die Geisheckflöze liegen, 
ansah. Neuerdings konnte nach der Untersuchung 
der aus dieser Bohrung vorhandenen Kernstücke 
mit Pflanzenresten festgestellt werden, daß hier 
nur Fettkohlenschichten durchteuft wurden und 
der Tonstein bei 71 Metern nicht der zweite, 
sondern der dritte ist. Dieser liegt in unmittel¬ 
barer Nähe des Flözes 11 der Fettkohle. Dos 
einzig sichere Mittel bei Eleichsetzungsarbeiten 
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