Full text: 66.1938 (0066)

unterer Heimat gezeigt. Davon haben rund 
150 000 herrliche Seefahrten nach Norwegen, 
England und Madeira gemacht. Dazu kommt noch 
die NS-Volkswohlfahrt, die ununterbrochen hilfs¬ 
bedürftige Volksgenossen betreut und vor allem 
das Winterhilfswerk des deutschen Volkes, das 
in der umfassendsten Weise dafür sorgt, daß nie¬ 
mand hungert und friert. Erst vier Jahre be¬ 
stehen diese Einrichtungen und schon solche Lei¬ 
stungen! Wie gewaltig wird sich diese Arbeit erst 
in ihrer Weiterentwicklung gestalten! 
Kulturpolitik 
Bestimmend für alle diese Erfolge war nicht 
zuletzt der grundsätzliche kulturelle Wandel, den 
unser Volk unter der nationalsozialistischen 
jsKtaatsführung miterleben durfte. 15 Jahre lang 
durfte unter den Politikern der Systemzeit der 
^ übelste Unfug in der deutschen Kunst und Kultur 
) zetrieben werden. Theater, Presse, Film und 
Rundfunk verbildeten das Volk. Nicht weniger 
als zwei Jahrzehnte hindurch mußte es eine 
Klique von Literaten, nicht Dichtern, über sich 
ergehen lassen, die dem deutschen Volke art- und 
wesensfremd gegenüberstanden. Alle Ehr- und 
Rechtsbegriffe, die es in einem Volke gibt, wur¬ 
den ihres Sinnes entkleidet und entwürdigt. Der 
Bann, in dem sich die deutsche Kunst und Kul¬ 
tur damals befand, ist durch die nationalsozia¬ 
listische Revolution gebrochen. Die schaffenden 
deutschen Dichter und Künstler lösten sich aus der 
beengenden Umklammerung und gingen weg¬ 
weisend unter das Volk in der Erkenntnis ihrer 
kulturellen Aufgabe als ein vom Volk empfan¬ 
genes Amt und als ein für das Volk verpflich¬ 
tendes Amt. Die Presse ist wieder deutsch gewor¬ 
den, der Rundfunk weiß heute, daß er wichtige 
Aufklärungsarbeit in positivem Sinne zu leisten 
hat und im Volke verwurzelt sein muß. Theater 
^^und Film sind gründlich gereinigt worden. Eine 
,großartige Wende ist in der Entwicklung des 
gesamten deutschen kulturellen Schaffens herbei¬ 
geführt worden. Schon vor vier Jahren hat der 
Führer der feierlichen Grundsteinlegung eines 
Baues beigewohnt, den er nunmehr am 18. Juli 
1937 feierlich seiner Bestimmung übergeben 
konnte: das Haus der deutschen Kunst in Mün¬ 
chen. Mit diesem Hause hat das deutsche Volk 
und die deutsche Künstlerschaft durch den Führer 
ein großes repräsentables' Kunftausstellungs- i 
gebäude erhalten, wie es nicht allein der Bedeu¬ 
tung Münchens als Kunststadt, sondern in erster ' 
Linie der Kulturgesinnung des Dritten Reiches 
entspricht. 
Außenpolitik 
Mit der inneren Ausrichtung und Erziehung 
des deutschen Volkes zu der geschloffenen Gemein¬ 
schaftsleistung hat natürlich die nationalsozia¬ 
listische Bewegung ihr besonderes Gepräge be¬ 
kommen, das auch nach außen hin den berechtig¬ 
ten Anspruch auf Geltung und Anerkennung er¬ 
heben durfte. In nicht weniger als 3>» Jahren 
ist Deutschland im Innern wieder stark und fest 
geworden, nachdem es 15 Jahre lang in Klassen¬ 
kämpfen stand. Allein, es hat feine wiedergewon¬ 
nene Festigkeit nicht dazu benützt, etwa einen 
anderen europäischen Staat damit zu bedrohen. 
Im Gegenteil: Deutschland hat in diesen Jahren 
nichts unversucht gelassen, diese Festigkeit als 
einen Faktor der Stabilität in das europäische 
Staatengefüge einzugliedern. Die markantesten 
Schritte dazu waren: 
14. 10. 1933: Deutschlands Austritt aus dem 
Völkerbund. 
1. 3. 1935: 
16. 3. 1935: 
7. 3. 1936: 
11. 7. 1936: 
14. 11. 1936: 
25. 11. 1936: 
Rückgliederung des Saargebietes 
an das Deutsche Reich. 
Wiedereinführung der allgemeinen 
Wehrpflicht. 
Einmarsch der deutschen Truppen 
in die entmilitarisierte Zone des 
Rheinlandes. Wiederherstellung 
der Souveränität des Reiches. 
Abkommen mit Oesterreich. Wie¬ 
deraufnahme der freundschaftlichen 
Beziehungen zwischen beiden Län¬ 
dern. 
Deutschland kündigt die Versailler 
Bestimmungen über die deutschen 
Ströme und Wasserstraßen. 
Deutsch-Japanisches Abkommen 
gegen die Komintern. 
entschuldige ficb keiner damit, daß er 
in der langen Kette zu unterst stehe; 
er bildet ein Glied, ob das erste oder das 
letzte ist gleichgültig. Darum zählen sie 
alle für einen und einer für alle und die 
letzten sind wie die ersten. 
Friedrich Hebbel 
Parlamentarische und gesetzgeberische 
Maßnahmen reichen nicht aus, um 
die 'Völker aus dem heutigen Zustande 
des Verfalles zu retten. Eine Erneue¬ 
rung ist nur möglich auf dem stiege der 
Rassenpflege. 
Theodor Fritsch, geb. am 28. Oktober 1862 
24
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.