Full text: 64.1936 (0064)

SOCIÉTÉ DES NATIONS * LEAGUE OF NATION 
VOLKSABSTIMMUNGSKOMMISSION 
DES VÖLKERBUNDES 
Beibehaltung der gegenwärtigen Rechtsordnung 
(Status quo) 
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Vereinigung mit Frankreich 
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Vereinigung mit Deutschland 
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DER ABSTIMMUNGSBERECHTIGTE MACHT ^ 
EIN KREUZ (X) IN DIE WEISSE KREISFLÄCHE 
DES SEINER WAHL ENTSPRECHENDEN FELDES 
vor sich gegangen wie hier. Nirgendwo kommt 
es zu Störungen. Würdig und ernst, vielfach 
mit tiefer Ergriffenheit, schreitet das Saarvolk 
zur Urne, um ein für es selbstverständliches Be¬ 
kenntnis zu seinem Volk und Vaterland abzu¬ 
legen. Für die saardeutschen Menschen ist es 
gleichsam eine heilige Handlung, die sie am 
13. Januar 1935 vorzunehmen haben. Das Saar¬ 
volk ist sich bewußt, was es seinen Vorfahren, 
sich selber, seinen Kindern und Kindeskindern 
und dem ganzen deutschen Volke schuldig ist. 
Auf diesen Tag hat es sich in den langen Jahren 
der Fremdherrschaft vorbereitet, wie ernste und 
gewissenhafte Menschen sich auf die allerwichtig¬ 
sten Entscheidungen und Abschnitte ihres Lebens 
vorzubereiten pflegen. 
Geduldig wird auch die lange Hinausschiebung 
der Feststellung und Bekanntgabe des Abstim¬ 
mungsergebnisses hingenommen. Die sonst üb¬ 
liche Nervosität vor dem Bekanntwerden der 
Wahlergebnisse fehlt hier fast vollkommen. 
Nur bei den „Statusquolern" macht sich bereits 
am Abend des 13. Januar eine stärkere Be¬ 
unruhigung bemerkbar. Sie steigt am 14. Januar 
bei ihnen von Stunde zu Stunde; denn 
sie fühlen ihre völlige Niederlage und den 
ßen deutschen Sieg unaufhaltsam kommen! 
* 
Der 14. Januar 
Vorbereitung zur Siegesfeier 
Der 14. Januar steht ganz im Zeichen 
Vorbereitung zur Entgegennahme des Ast 
mungsergebnisses und der Feier des Sit 
Auch wer bisher noch einen gewissen Za 
über den Ausgang der Abstimmung gehabt i 
mochte, der kann an diesem Tage bereits 
stellen, wie das Ergebnis ausgefallen ist.? 
ganzen Saargebiet rüst et man- 
Hochdruck zur Siegesfeier. M 
das Flaggen und Schmücken verboten. Abe 
jedem Fenster fast kommen schon die Fa 
stanzen; überall werden Kränze angefe 
Lampions aufgestellt usw. .Niemals vorher 
die Geschäfte, die Fahnenftoffe, Fähnchen, J 
pions, Kerzen usw. verkaufen, so belagei 
wesen wie am 14. Januar 1935. In £ 
brücken müssen sie die Türen immer a
	        
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