Full text: 63.1935 (0063)

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® ® einem Bericht von @ a 
H | Generalgouverneur a. D. Adrten I u v a n o n nacherzählt. K K 
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Diese französische Kolonie in Asien dürfte wohl 
vielen Lesern unseres Kalenders unbekannt sein, 
weshalb wir dieses Jahr eine kleine Schilderung 
dieser, wegen mancher Besonderheiten erwähnens¬ 
werten europäischen Siedlung im fernen Osten, 
und eine Bilderfolge veröffentlichen. Der Ver¬ 
fasser war lange Jahre General - Gouverneur 
Französisch - Indiens, und ist deshalb besonders 
befugt, darüber zu berichten. 
<Z)?nter dem französischen Kolonialbesitz nimmt 
Französisch - Indien eine ganz besondere 
Stellung ein. Diese Kolonie ist kein festum- 
rissenes Gebiet wie etwa der Kongo oder das 
Besitztum in Jndochina. Vielmehr ist Fran¬ 
zösisch - Indien in fünf Teile zerissen, die weit 
ab voneinander gelegen, ringsum von eng¬ 
lischem Territorium eingeschlossen sind. Ja, 
selbst einzelne Bezirke dieser Kolonie, sind kein 
einheitliches Ganze, sondern ein aus Enklaven 
im englischen Gebiet zusammengefaßtes Ver¬ 
waltungsgebiet. Diese einzigartige Merkwür¬ 
digkeit hat ihre Ursache in der historischen Grün¬ 
dung. 
Zwei Franzosen, Francois Martin und 
Benoit Dumas, begründeten um die Mitte 
des 18. Jahrhunderts an der Ostküste von 
Vorderindien einige französische Stützpunkte, 
die später von dem bekannten Seefahrer 
Dupleix bedeutend erweitert wurden. Aber 
erst im Vertrag von 1814/15 wurde dieser Be¬ 
sitz als französische Kolonie anerkannt und führt 
heute den amtlichen Namen Etablisse¬ 
ments franeais de l'Jnde. 
In fünf einzelne Teile, mit vielen kleinen 
Faktoreien, Loges und Dörfern gliedert sich 
dieses Besitztum. An der Ostküste des indischen 
Privathaus eines Europäers in Pondicherzi, Hauptstadt Zranzösisch-Sndiens. stlgence Eene'rale des Eolonics.)
	        

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