Full text: 63.1935 (0063)

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ic Entdeckung des Radiums ist ganz eng mit 
derjenigen der Radioaktivität verknüpft, welche 
wiederum in engem Zusammenhang mit der Ent¬ 
deckung der Röntgenstrahlen steht. 
Eine Glaswand, die von Kathodenstrahlen ge¬ 
troffen wird, beginnt zu leuchten; man sagt, sie 
kommt in den Zustand der „Fluoreszenz" d. h. sie 
sendet ihrerseits neue Strahlen aus, welche unter 
anderem die photographische Platte beeinflussen, 
sogar wenn sie ihnen nicht direkt ausgesetzt ist, z. B. 
wenn die Platte in schwarzem Papier, oder Karton 
lichtdicht verschlossen ist. Diese Strahlen sind die 
Röntgenstrahlen. 
Als Röntgen sie entdeckte, stellten verschiedene 
Forscher fest, daß manche Substanzen, insbesondere 
die Lösungen von Uraniumsalzen, die an sich 
fluoreszent sind, auch ähnliche Strahlungen aus¬ 
senden. 
Der Franzose H. Be quere l befaßte sich am 
Ende des letzten Jahrhunderts mit der Untersuchung 
dieser von den Uraniumsalzen abgegebenen Strahlen. 
Er fand dabei die Haupteigenschaften dieser 
Strahlen. 
Madame Curie, die sich auf ähnlichem Gebiet 
betätigte, stellte alsdann fest, daß in manchen 
Uranium-Mineralien die Strahlung bis zu viermal 
stärker war, als in den reinen Uranien-Salzen. So 
kam sie auf den Gedanken, daß die Mineralien 
andere Elemente enthalten könnten, die noch aktiver 
wären als Uranium. Das führte auf den Weg zur
	        

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