Full text: 60.1932 (0060)

Herr Generaldirektor Guillaume besucht mit seinem 5labe den Ausstellungsstoß. 
Grube Velsen, von 1,20 m Länge, 1 m Breite 
und 1 m Höhe. Hm den Kohlenblock herum war 
der aus der Saarländischen Fettkohle gewonnene 
S a a r k o k s aufgeschüttet. In schmucken Glas¬ 
kasten waren Muster sämtlicher Produkte 
des Saarbergbaues vom feinsten Gries bis Zur 
groben Würfelkohle ausgestellt. Große Karten 
an den Wänden gaben den Geologen Aufschluß 
über Lagerung. Anzahl und Mächtigkeit der saar¬ 
ländischen Flöze. Ein riesiger, versteiner¬ 
ter Baumstamm sowie zahlreiche klei¬ 
nere Versteinerungen führten den Besucher 
in das carbonische Zeitalter d. i. die Zeit 
der Entstehung der Kohle. Unsere kleinen 
Modelle zeigten die neuesten Errungen¬ 
schaften der Bergbautechnik. Neben der Ven¬ 
zinsicherheitslampe war die in letzter Zeit 
fast allgemein im Saarbergbau eingeführte 
elektrische Grubenlampe zu sehen. Die 
neuesten Modelle von Rettungsappa¬ 
raten gaben Zeugnis, daß das Rettungs¬ 
wesen der Saargruben mit dem Fortschritt 
der Technik gleichen Schritt gehalten hat. 
Der charakteristische Streckenausbau 
in Türstockzimmerung an der Rückwand der 
Vorhalle zeigt uns den Eingang zu dem 
Steinkohlenbergwerk. Wir schreiten mehrere 
Stufen hinab und fühlen uns plötzlich in eine 
Steinkohlengrube versetzt. Nachdem sich unser 
Auge an die Beleuchtung durch elektrische 
Grubenlampen gewöhnt hat, lesen wir zunächst 
ein Schild, das uns besagt, daß wir uns in der 
Grube Griesborn, X. Tiefbausohle, 
Schwalbacher Flöz, Südfeld befinden. 
Wir erblicken zunächst einen masiiven Strecken¬ 
ausbau in Türstockzimmerung, verstärkt durch 
Spitzpolygon. Der Fachmann erkennt an den mit 
Bergen ausgefüllten Holzpfeilern sofort, daß er 
sich in der Kohlen st recke eines Abbau¬ 
stoßes befindet. Die „Gestängebahnen" 
Der Velsener Kohlenblock in der Vorhalle.
	        

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