Full text: 59.1931 (0059)

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Engelspfeiler, 
dessen spätromanische 
Statuen denen der 
Ecclesia und der 
Synagoge am 
Nordportal sehr nahe 
stehen, sehenswert. 
Weiter befindet sich 
hier die berühmte 
astronomische Uhr, 
von der wir indes 
nicht weiter hier 
reden wollen. — 
Die jetzige ist übri¬ 
gens die dritte, von 
B. Schwilguä 
1838—42 nach lang¬ 
jährigen Berechnun¬ 
gen erbaut. — 
Der größte Schmuck 
des Munsters ist die 
betonte Stirnwand 
der Westfassade, ob¬ 
wohl gerade bei ihr 
sich die verschiedenen 
aufeinander folgen¬ 
den Bauperioden auf 
das deutlichste ab¬ 
heben. Meister Er¬ 
win hatte an eine 
Ter Versucher und die törichten Jungfrauen. 
Berühmtes Beispiel gotischer porträtartiger Bildhauerkunst. 
zweitürmige Fassade 
gedacht, deren Türme 
allerdings nicht die 
heutige Höhe haben 
sollten. Unter seinen 
Nachfolgern wurde 
indessen das Mittel- 
feld über der großen 
Rose, wo Erwin 
schon den Charakter 
der beiden Türme 
wollte in Erschei¬ 
nung treten lassen, 
ausgefüllt, und so 
entstand die heutige 
Frontwand, deren 
erhabenen Eindruck 
Goethe so sehr rühmt. 
Der von der Stadt, 
die späterhin als 
Bauherrin auftrat, 
.berufene Meister Ul¬ 
rich von Ensingen, 
der auch den Bau 
des Ulmer Münsters 
leitete, setzte dann 
durch, daß nur ein 
Turm noch in Frage 
kam. 
Die Synagoge. 
Berühmtestes Beispiel fpätromanischcr Statuen. 
Meister Erwin. 
Moderne Arbeit von P. Graß (1801—1876).
	        

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