Full text: 59.1931 (0059)

Das Verwaltungsgebäude der Berginspektion IX in Friedrichsthal. 
die Belegschaft aus: 1 Steiger, 1 Kohlen¬ 
messer, 15 Hauern und 6 Schleppern, insgesamt 
also: 23 Mann. — Im gleichen Jahre erhielt die 
Gemeinde Friedrichsthal von der Grube zum 
erstenmal eine Abgabe unter der Form der 
„Gemeindebedarfskohl e". 
Am 28. Oktober 1829 erfolgte eine Befahrung 
der Grube durch den Berghauptmann Grafen 
v. Beust, wobei man den Namen „M otzflöz" 
auf das ganze damals abgebaute Leitflöz über¬ 
trug. 
1835 begann man mit den Vorrichtungs¬ 
arbeiten im „Hangenden Flöz", später Flöz F 
genannt. 
Gegen 1853 war das Motzflöz an feinem Aus¬ 
gehenden auf eine lange Strecke erschöpft, und 
man beschloß deshalb das Auffahren des 
„G r ü h l i n g ft o l l e n s", welcher noch heute 
für die Einfahrt in die Grube Helene benutzt wird. 
Von diesem Zeitpunkte an machte die Förde¬ 
rung rasche Fortschritte. 1856 begannen dann 
die Arbeiten für einen Gleisanschluß der 
Grube an die kurz vorher (1852) eröffnete 
Bahnlinie Saarbrücken—Bexbach, wobei die 
Hauptstrecke gleichzeitig überbrückt wurde. 
Vom Jahre 1857 datiert der Anfang der 
Schachtförderung, da man damals mit 
dem Abteufen des Schachts I begann. Die gute 
Qualität der aus dem Motzflöz stammenden 
Kohle trug das ihre zur Entwicklung der Grube 
bei, die in diesem Jahre bereits 636.610 Ztr. för¬ 
derte, wovon 621.980 Ztr., also beinahe die 
ganze Förderung, nach Frankreich 
verkauft wurden. — 1859 wurden auf der 
Grube die e r st e n Dampfmaschinen, 
nämlich Lokomobilen für die Förderung, in Ge¬ 
brauch genommen. — 1860 erbaute man das 
Fördermaschinen- und ein Kesselhaus. Die neue 
(stationäre) Fördermaschine lief zu Pfingsten 1861. 
— Zu jener Zeit wurde ferner die e r st e 
Wasserhaltungsmaschine aufgestellt: 
es war eine Dampfmaschine von 10 P. 8., die 
direkt mit einer 7zölligen Plungerpumpe gekuppelt 
war; ein Spielzeug im Vergleich zu den heutigen 
Maschinen!
	        

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