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Einige einfache Gerichte. 
Ardennersuppe. 
Ein Pfund Endivien, zwei Kartoffeln und das 
Weiße von 2 Porrees werden fein geschnitten, mit 
Butter langsam gedämpft und 1% Liter Milch auf¬ 
gegossen. Dazu geröstete Weißbrotscheiben. 
Provenzalische Suppe. 
Ein Pfund Kartoffeln und % Pfund Tomaten in 
2 Liter Wasser kochen, den Stoff durchs Sieb treiben, 
ihn wieder aufs Feuer tun, Salz und Fleischextrakt 
dazu, noch 10 Minuten kochen lassen. 
Serbisches Kartoffelgericht. 
Vi Pfund Reis wird gekocht. Zwei Pfund geschälte 
Kartoffeln werden in Scheiben geschnitten. 2—3 
Zwiebeln werden in feine Scheiben geschnitten und 
mit Butter gelb geröstet, etwas Paprika (oder Pfef¬ 
fer) dazu und vom Feuer genommen. In eine aus¬ 
geschmierte Pfanne wird dann eine Lage Kartoffeln 
gelegt, dann Zwiebeln, dann eine Lage Reis, und 
so weiter, bis die Pfanne voll ist. Man kann auch 
als mittelste Schicht Würstchen nehmen. Die Masse 
wird mit y2—% Liter Milch (oder Sahne) begossen 
und im Ofen eine Stunde gebacken. 
Amerikanische Fleischhafchee. 
% gekochte Kartoffeln, % Corned beef werden 
durch die Maschine gedreht, gut gemischt und über 
dem Feuer geschwenkt. — Am besten schmeckt Salat 
hierzu. 
Blutschwartenwurst. 
Man verwendet Schwarten mit etwa 1 am dickem 
Speck, man kocht sie weich und schneidet sie in dünne 
leichmäßige Streifen. Ungefähr ein Drittel von 
ieser Menge nimmt man, die sauber abgespeckten, 
gekochten Schwarten und das gekochte Abfallfleisch, 
welches man durch die Fleischmaschine dreht, und 
vermischt nachher alles zusammen. 
Nun wiegt man die ganze Masse und verwendet 
an Gewürz pro Pfund Wurstmasse: 17 Gramm Salz, 
je ly2 Gramm Pfeffer und Majoran, 1 Gramm 
Piment, % Gramm Nelken. Das Ganze mengt man 
gut durcheinander, gibt dann das nötige Blut dazu, 
jedoch darf die Masse nicht dünnflüssig werden, und 
füllte sie in nicht zu weite Rinder- und Schweine- 
blafen. 
Um das Zerplatzen beim Kochen zu verhüten, 
werden die Blasen nicht ganz voll, sondern nur lose 
gefüllt, müssen aber sehr fest zugebunden werden. 
Je nach der Dicke der Blasen dauert die Kochzeit bei 
70 Grad Celsius etwa 1%—3 Stunden. Nach dem 
Kochen spült man die Würste in frischem Wasser 
und hängt sie an Rauchstäbe, woran sie kalt werden. 
Man kann sie noch mit Bindfaden von oben nach 
unten achtteilig abbinden. E. B. 
Allerlei Hausfranenkniffe. 
Um das Ausfließen gesprungener 
Eier im Kochwasser zu verhindern, 
gibt man etwas Salz in das Wasser. Das Ei wird 
geschlossen und ganz bleiben. 
Milchprüfen. Man tauche eine glatte Strick¬ 
nadel in die Milch. Bleiben Milchtröpfchen haften 
beim Herausziehen, so ist die Milch nicht gepanscht. 
Selbstgebackene Kuchen, die an einzelnen 
Stellen zu braun gebacken oder gar verbrannt 
sind, reibe man mit einem Muskatreibeisen ab, bis 
sie die gewünschte Farbe haben. Sie sehen dann 
mit Zucker bestreut besser aus, als wenn man die 
verbrannten Stellen abschneidet. 
Angebranntes Fleisch verliert seinen 
schlechten Geschmack, wenn man den Topf einige 
Stunden in ein feuchtes Tuch hüllt, das man öfters 
erneuert. 
Rostige eiserne Kochgeschirre zu rei¬ 
nigen. Der rostig gewordene Topf wird mit kaltem 
Wasser angefüllt. Auf 2% Liter Wassermenge gibt man 
ein walnußgroßes Stückchen Alaun. Nun wird der 
Kochtopf aufs Feuer gestellt und der Inhalt einige 
Stunden gekocht. Der Topf wird dann mit Sand und 
Asche tüchtig gescheuert, hierauf reingespült.' Nun 
wäscht man für diesen Zweck gesammelte Kartoffel¬ 
schalen mehrmals, läßt sie mit etwas Wasser ver¬ 
mischt im Topf gar kochen und wiederholt dieses Ver¬ 
fahren mit dem Auskochen der Kartoffelschalen so 
lange, bis sie nicht mehr schwärzlich erscheinen. Durch 
diese Reinigungsart werden die Töpfe rostfrei, sehr 
sauber und zugleich innen glänzend glatt, was beim 
Kochen, Schmoren und Braten den darin zubereiteten 
Speisen zugute kommt und ihnen gleichzeitig das 
Helle Aussehen beläßt. 
Schwarzeisernes Kochgeschirr muß stets trocken 
gehalten und durch eine dünne Schicht Fett vor Rost, 
also vor Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft 
geschützt werden, wozu man sie nach dem Säubern 
mit einer Speckschwarte einreibt, die man vor dem 
Gebrauch mit weißem Papier abreiben kann. 
Tintenflecken auf gebohnertem Fußboden 
entfernt man mit.einer Zitronensaftlösung. Ist der 
Flecken schon älter, reibt man direkt mit der Schnitt¬ 
fläche einer Zitrone darüber. Dann reibt man mit 
einem feuchten Tuch und zuletzt mit einem trockenen 
nach.
	        

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