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Die Volksschule zu Dudweiler. 
Kleinen Bilder, sie erzählt ihnen Märchen und 
Geschichten; sie treibt Anschauungs- und Sprech¬ 
übungen; Lieder, Gedichte, Gebete usw. werden 
eingeübt, leichte Bastei- und Handarbeiten werden 
gelernt. 
Großen Anklang bei den Eltern findet die all¬ 
jährlich stattfindende Weihnachtsfeier, bei 
welcher durch die Kleinen Lieder und Gedichte 
vorgetragen, Reigen und mitunter auch geeignete 
Theaterstückchen aufgeführt werden. Den Höhe¬ 
punkt der Feier bildet natürlich die Verteilung der 
Weihnachtsgeschenke. 
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Wir kommen nunmehr zu den Einrich¬ 
tungen für die schulentlassene Jugend. 
Betrachten wir hier zunächst die 
Haushaltungsschulen. 
Diese Schulen sind in e r st e r Linie für die 
Töchter der Bergleute bestimmt. Wo die 
Verhältnisse es gestatten, können aber auch Kinder 
von Nichtbergleuten aufgenommen werden. 
Ihr Zweck besteht darin, die Schülerinnen 
auf den Beruf als Hausfrau und 
Mutter vorzubereiten. Dementspre¬ 
chend ist auch der Lehrplan festgelegt. Er umfaßt: 
Nähen und Zuschneiden, das Anfertigen von 
Wäsche und einfachen Kleidungsstücken für Frauen 
und Kinder, Kochm und Backen, Hauswirt¬ 
schaftslehre, Kinderpflege und endlich Französisch. 
(Dieses letztere Fach ist aber nicht obligatorisch.) 
Der Kursus ist zweijährig. Für die abge¬ 
henden Schülerinnen findet eine Prüfung statt, 
die sich auf sämtliche Unterrichtsfächer erstreckt. Je 
nach den Leistungen wird eine Prämie gewährt, 
und zwar bis zu einem Höchstbetrag von 80 Frs. 
pro Schülerin. 
Daß diese Lei st ungen im allgemeinen 
sehr befriedigend sind, ergibt sich schon 
aus dem Umstand, daß die bergmännischen Haus-
	        
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