Full text: 58.1930 (0058)

84 
Abb. 5. Anordnung einer Rheo-Grobkohlenwäsche. 
Einrichtung, des „R heoapparate s", schema¬ 
tisch dargestellt. Es ist dies ein gußeiserner Kasten a, 
welcher am Boden der Rinne b angebracht ist und 
mit dieser durch den Schlitz c in Verbindung steht. 
Das Innere des Kastens wird durch eine Trenn¬ 
wand d in zwei Kammern geteilt. Die eine davon 
mündet nach oben in den Spalt c, die andere em¬ 
pfängt durch die Druckrohrleitung e einen Wasser¬ 
strom, der sich in zwei Arme teilt: einmal den längs 
der Trennwand d aufsteigenden und durch den Schlitz 
c hochströmenden Gegenstrom, zum andern den Arm, 
der die im untern kegelförmigen Teil des Kastens 
sich ansammelnden Berge durch die Auslanföffnung 
mit sich abführt. 
Abbild. 3 zeigt den Bau der aowerchend vom vo¬ 
rigen für F e i n g r i e ß - und S ch l a m m rinnen 
besonders konstruierten Rheoapparate. Unter der 
runden Oeffnung a ist hier ein exzentrischer flacher 
Schieber ö angebracht, der mit einer Anzahl Löchern 
verschiedenen Durchmessers versehen ist, sodaß mittels 
Größer- oder Kleinerstellens der Ausflußöffnung die 
Leistung beliebig reguliert werden kann. 
Das Waschen der groben Kohlenforten. 
Die vorbeschriebene Einrichtung kann allerdings 
für gröbere Kohlensorten (Stücke von 
8—10 und 80 mm beispielweise) nicht gebraucht wer¬ 
den. Hierfür kommt vielmehr die in Abbildung 4 
und 5 dargestellte Spe¬ 
zialeinrichtung in 
Betracht. Da bei diesen Ap¬ 
paraten der ganze unter der 
Rinne befindliche Tei! 
dauernd mit Wasser gefüllt 
ist, spricht man hier von 
einem Rheoapparat „ganz 
unter Wasserniveau". Da 
naturgemäß der Spalt et¬ 
was breiter sein muß als 
die größten in Betracht 
kommenden Stücke, so war 
hier eine besondere Vorkeh¬ 
rung notwendig, damit das 
Hinabfallen der Berge im 
Waschbett keine Wirbelbil¬ 
dung zur Folge hat. Zu 
diesem Zwecke hat die 
Rinne hier im Boden eine 
taschenförmige Vertiefung 
a, die am untern Teil 
ihrer Schrägwand durch 
eine um die Achse b be- 
I wegliche Klappe c verschlos¬ 
sen ist. Diese Klappe wird 
durch das maschinell betrie¬ 
bene Hebelgänge d abwechselnd geöffnet und ge¬ 
schlossen (Abb. 5). Bei jeder Oeffnung fällt ein Teil 
der Berge des Waschbettes durch. Sie fallen in den 
darunter angeordneten Becherwerkskasten e, aus dem 
sie, wie oben darlegt, ohne nennenswerten Wasser¬ 
verlust mittels der Sieb-Becher einer Becherkette 
weggeschafft werden. Wie aus Abbild. 4 ersichtlich, 
ist es möglich, mittels der von außen zu regulieren¬ 
den Schraube die senkrechte Scheidewand zu ver¬ 
stellen und so die Breite des Schlitzes zu regulieren. 
In der Praxis besteht jede Anlage für das Wa¬ 
schen der groben Kohlensorten aus zwei hintereinan¬ 
der angeordneten derartigen Apparaten, wovon der 
erste den größten Teil der reinen Berge, der zweite 
dagegen ein Gemisch von Bergen und Kohlen ab¬ 
führt. Letzteres wird durch das Becherwerk h wie¬ 
der zum Einlauf der Rinne zurückgebracht, um die 
Einrichtung erneut zu passieren. Der zweite Ap¬ 
parat ist dabei übrigens absichtlich so eingestellt, 
daß seine Klappe auch noch einen Teil reiner Kohle 
mit durchpassieren läßt, damit man sicher geht, daß 
der Rest des Bettes, der nach Passieren der beiden 
Apparate am Ausgang i der Rinne ankommt, nun 
auch wirklich von allen Bergen und verwachsenen 
Stücken gereinigt ist. 
Für die Aufbereitung stark durchwachsener Kohle, 
deren Waschen infolgedessen größere- Schwierigkeiten 
bietet, kommt eine kombinierte Anlage in Frage, wie 
sie in Abb. 6 im Grundriß dargestellt ist. Eine solche 
besteht aus den zwei gleichartig konstruierten, jede
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.