Full text: 58.1930 (0058)

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Kohlwald: Marcel-Bertrand-Schacht, Totalansicht. 
blieb, zeigen die Betriebsergebnisse keine stetige 
Entwicklung. In den letzten Jahren dieser Pe¬ 
riode gingen Absatz und Förderung infolge des 
zunehmenden Wettbewerbes der bayerischen Gru¬ 
ben zu Frankenholz beträchtlich zurück. Die För¬ 
derung bewegt sich zwischen 6 975 und 28 860 
Tonnen. Eine größere Höhe erreichte sie nur 
noch in den Jahren 1872 und 1890/91, in denen 
sie auf 32 850 bezw. 32 500 Tonnen stieg. Der 
Förderung entsprechend schwankte auch die Be¬ 
legschaft zwischen 60—180 Mann. Die Unbe¬ 
ständigkeit in der Höhe der Förderung und der 
Zahl der Belegschaft änderte sich auch nicht in 
den ersten 2 Jahrzehnten des neuen Jahrhun¬ 
derts. 
Die hauptsächlichsten Ereignisse der nächsten 
25 Jahre sind: 
1893/94 Montage einer Wasserhaltung in der 
II. Tiesbausohle, 
1898/99 Ersetzen des 1846 gebauten Wetter¬ 
ofens durch einen Pelzer-Ventilator, 
1900 Abteufen des Ventilatorschachtes bis zur 
I. Tiefbausohle, 
1902 Errichtung einer Kaffeeküche für die Berg- 
und Fuhrleute nach dem Muster der Nach¬ 
bargruben, 
1917 Herstellen eines Eisenbahnanschlusses mit 
zugehöriger Seilbahn, 
1918 Fertigstellung des Kompresforgebäudes. 
Der Abbau bewegte sich während dieser Zeit 
hauptsächlich aus der Mittel-, sowie der I. und 
II. Tiefbausohle in den Flözen Heusler, Nögge- 
rath, Koch, Becher, Fulda mrd Nasse I und II. 
Die Förderung erfolgte durch den Schacht bis 
zum Palmbaumstollen und durch diesen an Tage. 
1921 wurde, wie eingangs erwähnt, die Grube 
Wellesweiler durch die neue französische Ver¬ 
waltung an die Division Bexbach angegliedert. 
Grube Kohlwald und Ziehwald. 
Aus Grube Kohlwald standen um das Jahr 
1820 drei Flöze im Abbau, die vom Eulental 
aus mit dem sogenannten „Eulentalstollen" 
durchfahren waren. Daneben fanden sich ver¬ 
schiedene auf dem Ausgehenden der Flöze an¬ 
gesetzte und einfallend betriebene, mit breiten Ab¬ 
baustrecken versehene Tageförderstrecken vor. Im 
ganzen standen 45—50 Abbaustrecken an, die 
gewöhnlich mit je 2 Mann belegt waren. Das 
Kohlengedinge stand durchschnittlich auf 17—19 
Silbergroschen pro Fuder (1,5 Tonen). Die För¬
	        
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