Full text: 58.1930 (0058)

Blick auf Lav-Kan. 
Herrschaft berufen wurde, in Paris noch ein Lyc^e 
besuchte — und wie dieser oder vielmehr sein 
Vater, der ihn nach Frankreichs Hauptstadt zum 
Studium sandte, die europäische Zivilisation 
schätzte, ohne darum der alten heimischen Kultur 
zu vergessen, so ist es auch mit den anderen Herr¬ 
schern, und ihr Beispiel wirkt auf das ganze 
Land. 
Betrachten wir daher jetzt noch einmal kurz 
die augenblickliche Bedeutung des 
Landes und seine Zukunftsaussichten. 
Wichtig ist da Indochina vor allem als R e i s - 
produktionsgebiet. Reis ist, wie wir 
wissen, eines der wichtigsten Nahrungsmittel der 
Erde und daher, gleich unserem Brotgetreide, 
einer der bedeutendsten Posten jeder Handels¬ 
bilanz. Nun, was dies Getreide angeht, so steht 
Indochina unter den reisausführenden Staaten 
heute an dritter Stelle. 
Aber es gibt noch mehr außer dem Reis¬ 
bau. Edelhölzer (Teakholz) erwähnten wir 
schon. Bambus kommt als weiterer Aus¬ 
fuhrgegenstand hinzu. Ferner find bedeu¬ 
tend die Ausfuhr von Pfeffer, von Tee — 
wie mancher als chinesischer oder indischer ver¬ 
kaufte Tee stammt in Wirklichkeit von hier —, 
Zuckerrohr — dann der Anbau von Kaut¬ 
schukbäumen und von Baumwolle: 
endlich die Seidenraupenzucht. Auch den 
Bergbau haben wir schon gestreift. Er be¬ 
ginnt erst, sich zu entwickeln, und wie unsere 
Heser aus den Bildern sehen, ist es vorerst- auch 
bei der Steinkohle noch möglich, sie im 
Tagebau zu gewinnen. Besonders T o n - 
k i n ist reich an Kohlen, und zwar wurden 
an den Küsten der Along-Bai, in Hongai mit. 
Port-Courbet bis östlich zur Insel Kebao ckmd rvest- 
lich bis zum Massiv des Dong-Trien hauptsäch-
	        
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