Full text: 58.1930 (0058)

102 
Haiphong: Die Marechal-Joffre-Brücke über den Songka (roten Flub). 
schen auch buddhistische Einflüsse. Die Statuen zei¬ 
gen in der Tat, daß damals die Khmer dem Kul¬ 
tus von Sima und Wischnu, den altindischen Gott¬ 
heiten, huldigten, aber auch schon |om Buddhis¬ 
mus angehaucht waren. Die ältesten Inschriften 
sind noch in Sanskrit. — Alles das zeigt, wie 
gesagt, eine von den Brahminen beeinflußte, 
oder richtiger, st a m m e n d e Zivilisation 
Aber die Khmer hatten sich schon mit den Mon¬ 
golen der angrenzenden Länder vermischt, 
denn die Figuren zeigen uns Züge einer solchen 
Kreuzung. — Beachtenswert ist übrigens dabei 
— daß die Reliefs — es lohnt sich, die Bilder mit 
einem Vergrößerungsglafe zu betrachten! — in 
der Tracht, namentlich der weiblichen Figuren, 
die gleichen Züge tragen, die man auch heute in 
den Festgewändern der Tänzer und Tänzerinnen 
j sehen kann, eine Tracht, die sich ähnlich übrigens 
. auch h. oem benachbarten Siam für diese feier- 
! liehen Tänze, die zu einem großen Teil ja auch 
z Kulthandlungen darstellen, erhalten hat. (Vgl. 
! insbesondere die Kunstbeilage.) 
Soweit von den alten Khmer. — Schauen wir 
j uns nun die Pagode wie auch den 
^ Königspalast in Phnom-Penh, der 
i heutigen Hauptstadt Cambodgas, an, so sehen 
wir, wie die mongolischen Einflüsse sich mit der 
Zeit noch weiter vermehrt haben. 
Aber so interessant auch die Vergangenheit des 
Landes ist — und im Zeremoniell der Hoshal- 
! tungen zeigt sie sich auch heute noch — so darf 
man darüber die Gegenwart doch nicht vergessen. 
In der Tat ist z. B. der gegenwärtige König von 
Cambodga ein Jüngling noch, der, als er vor ein 
I paar Jahren durch den Tod seines Vaters zur
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.