Full text: 57.1929 (0057)

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Die GrieSkohlenwci'che in Heinitz. 
Betriebspunkt in Angriff zu nehmen. Der erste 
sollte dicht an der projektierten Bahnlinie im so¬ 
genannten Grubenwald, oberhalb Landsweiler, 
und der zweite im Holzhauertal, dem südlichsten 
Ausläufer des Bliestales nach dem Bildstockzuge, 
angesetzt werden; von diesem aus wollte man die 
Flöze der Fettkohlenschicht, von jenem aus die der 
Flammkohlenschicht erschließen. 
Im Holzhauertal traf man dieselben Flöze an, 
auf denen in der Grube König gebaut wird, und 
zwar im allgemeinen mit einer größeren Mächtig¬ 
keit als im bisherigen Baufeld dieser Grube selbst. 
Daraufhin wurde bestimmt, daß am oberen Ende 
des Holzhauertales ein Förder- und Wasserstollen 
über dem höchsten Wasserstande des Neunkirchener 
Hüttenweihers am südlichen Talgehänge ange¬ 
setzt werden sollte, um die auf der Grube König 
gebauten Flöze querschlägig anzufahren. Der 
Stollen sollte die Bezeichnung „Heinitz- 
st o l l e n" tragen. Doch erst am 12. Juli 1847, 
nach Ankauf des erforderlichen Grund und 
Bodens, konnte der Anhieb mit elf Mann erfolgen. 
Dieser Stollen ist zum Teil noch in gutem Zu¬ 
stand. Man kann seinen Eingang in der Nähe 
des jetzigen Schachtes Heinitz II sehen. Hier war 
der erste Querschlag der zukünftigen Berginspek¬ 
tion VII. Die Sicherheitslampen wurden sofort 
eingeführt. Die ersten angelieferten Kohlen find 
in König zu Verkokungsversuchen be¬ 
nützt worden (1848). Fünf bauwürdige Flöze 
wurden aufgeschlossen, und man dachte schon 
daran, den Betrieb zu vergrößern. Im Jahre 
1849 wurden zwei Schaumburg-Öfen als 
Probeöfen in Heinitz gebaut. Am 15. September 
1850 wurde die Eisenbahnlinie Heinitz—Neun¬ 
kirchen in Verbindung mit der schon 1848 ge¬ 
bauten Linie Saarbrücken—Neunkirchen—Bex¬ 
bach eröffnet. In demselben Jahre wurden vier¬ 
undsiebzig Schaumburg-Koksöfen gebaut. Die 
Flöze Tauenzien und Scharnhorst wurden auf¬ 
geschlossen. Der erste regelmäßige Abbau war 
ein streichender Pfeilerbau. Am 1. Januar 1851 
wurde der Förderpunkt im Holzhauertal.von der 
Grube König getrennt und als selbstän - 
dige Grube unter dem Namen Heinitz 
anerkannt. Noch war es nur ein Stollen, um¬ 
geben von Wald und Wiesen, aber ein sehr großer 
Betrieb war schon vorgesehen. 1851 wurde der
	        

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