Full text: 56.1928 (0056)

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15 bis 20 ausbeutbare Flöze von einer Mächtig¬ 
keit von insgesamt 25 in haben. Eine zweite 
Oberschicht von 120 bis 275 m ist weit weniger 
reich und führt nicht mehr als zwei oder drei gute 
Flöze. Dann folgt eine Zwischenschicht von 300 
bis 500 m, die sozusagen ertraglos ist, und die 
die Flammkohle von der Fettkohle trennt. An¬ 
dererseits ist die Fettkohlenschicht dann ausge¬ 
zeichnet ergiebig. Sie hat eine Mächtigkeit von 
300 bis 400 m und umfaßt bis zu 20 Flöze mit 
einer nutzbaren Mächtigkeit von 18 bis 25 m 
Kohle. Es ist dies die reichste Zwischenschicht des 
Beckens. Endlich grenzt an diese Fettkohlenschicht 
eine neue sehr arme Truppe an (die sogenannte 
R o t h e l l e r -Flözgruppe, die lediglich von St. 
Ingbert aus abgebaut wird). Die Unterschicht 
des Kohlenbeckens ist andererseits noch nicht in 
Angriff genommen. 
Im Redener Gebiet läuft die Ottweiler Flöz- 
gruppe im Norden des Circesprunges aus. Zwei 
Flöze (das Lummerschiederflöz und das Wahl- 
schiederflöz) sind durch Bohrungen festgestellt, 
aber zu einer Ausbeutung ist man bisher noch 
nicht geschritten. 
Die Flammkohlen-Flözgruppe läuft im Süden 
des Circesprunges. Sie wird durch die Divisionen 
Itzenplitz und Reden-Flamm abgebaut. 
Der Abbau der unteren Flammkohlenschicht, der 
auf I tz e n p l i tz heute bereits stark vorgeschrit¬ 
ten ist, kann auf Reden praktisch als beendet 
betrachtet werden. Somit nehmen also für die 
Inspektion .VI bezl. des Flammkohlenabbaues 
in dieser Unterschicht (in der es eigentlich nur 
ein wirklich lohnendes Flöz, nämlich das Kal- 
lenbergflöz gibt) und desgleichen in dem mageren 
Flözbündel zwischen Flammkohlen- und Fett¬ 
kohlenschicht, in dem sich ebenfalls nur ein ein¬ 
ziges abbauwürdiges Flöz (das Flöz v) befin¬ 
det, die Ertragsaussichten von Jahr zu Jahr ab. 
Was hier von der Flammkohlenschicht gesagt 
worden ist, bezieht sich natürlich alles nur auf 
den Teil derselben, der südlich des Circesprunges 
liegt, da im Norden des Sprunges die Lagerung 
noch völlig intakt ist. Aber dieser Teil ist von 
den gegenwärtigen Einrichtungen aus nur an 
einigen Stellen zu erreichen UlÄ für feinen end¬ 
gültigen Abbau ist die Abteufung neuer Schächte 
und die Anlage neuer Gruben erst noch not¬ 
wendig. 
Das Fettkohlenflözbündel tritt im Gebiete der 
Inspektion VI nur in verhältnismäßiger Tiefe 
auf; fein Abbau beginnt hier in mehr wie 500 
Meter Tiefe. Dies Bündel ist außerordentlich 
reich und von mächtiger Stärke; es wird von der 
Division Reden-Fett aus, deren Iahres- 
förderung im Vorjahre (1926) die Höhe von einer 
Million Tonnen erreichte, abgebaut. Die unteren 
Flöze dieses Bündels (nämlich das Tauenzien-, 
das Scharnhorst- und das Adalbertflöz) hat man 
bisher noch nicht angeschnitten. Aber ihr Vorhan¬ 
densein ist von Heinitz her ja bekannt und ihr 
Verlaufen hinüber in das Redener Gebiet steht 
außer allem Zweifel. 
Das R o t h e l l e r - Flözbündel endlich durch¬ 
zieht das Inspektionsgebiet nur in großer Tiefe, 
und daher ist sein Abbau noch völlig Hypothese. 
Endlich kann, da man ja den untersten Grund 
des Beckens noch nicht erreicht hat, keiner es 
einem verbieten, anzunehmen, daß noch weiter 
unter dieser Rothellergruppe man noch neue 
.Flöze finden wird; aber das ist das 
Geheimnis der Zukunft. 
Bevor wir nun von dem gegen¬ 
wärtigen Zustand sprechen und kurz 
die hauptsächlichsten Einrichtungen 
aufzählen, die die Inspektion be¬ 
fähigen, täglich eine Fördermenge 
von ungefähr 8000 Tonnen Kohle zu 
erzielen, wird es wohl nicht uninter¬ 
essant sein, erst einmal wieder in die 
Vergangenheit hineinzuleuchten, den 
Ursprung und das allmähliche Wach¬ 
sen der Inspektion zu erzählen. 
II. Beginn des Abbaues. 
Der Abbau der Kohle in dem ge¬ 
genwärtigen Gebiet der Inspektion VI 
ist noch verhältnismäßig jung. 
Noch in der zweiten Hälfte des 18. 
Jahrhunderts mußte es die Gemeinde 
Landsweiler, die damals zu der 
Herrschaft Ottweiler gehörte, erleben, 
daß ihr die nachgesuchte Erlaubnis. 
Grube Reden von der Bahn aus gesehen.
	        

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