Full text: 56.1928 (0056)

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Wir kommen nunmehr zu der Zahl der 
Kriegsbeschädigten und Renten¬ 
empfänger. 
Da sind zunächst: 530 Schwerkriegsbeschädigte und 
348 Unfallbeschädigte, zusammen 878 Mann mit 50 
und mehr Prozent Erwerbsunfähigkeit. 
Von den 530 Schwerkriegsbeschädigten sind 499 
Saareinwohner, wovon 416 über Tage und 83 unter 
Tage arbeiten, und 31 sind nicht Saareinwohner. 
Hiervon arbeiten 22 über und 9 unter Tage. 
Von den 348 Schwerunfallbeschädigten sind 328 
Saareinwohner, wovon 276 über und 52 unter Tage 
tätig find, und 20 Auswärtige, von denen 14 über 
und 6 unter Tage arbeiten. 
Von den 276 über Tage beschäftigten Schwerunfall¬ 
beschädigten sind 190 unter Tage und 86 über Tage 
verunglückt. 
Im ganzen sind 1.026 Bergleute dauernd und 901 
vorübergehend Rentenempfänger aus der 
Kasse der Knappschaftsberussgenossenschaft. Aus der 
Kasse einer anderen Berufsgenossenschaft beziehen 
63 Bergleute dauernd und 28 Bergleute vorüber¬ 
gehend Rente. 
Weiterhin wurde bei der Zählung erfaßt das 
Lebens- und Dien st alter. 
Das mei st vertretend st e Lebensalter ist 
dasjenige von 2 2 Jahren. Die vorhandenen 2.856 
Personen dieses Alters bilden 4,1 % der Gesamt¬ 
belegschaft. Das h ö ch st e vertretene Lebensalter ist 
das von 72 Jahren. 
Die Anzahl der Minderjährigen beträgt 
insgesamt 12.867, und zwar 8.945 unter Tage 
(— 17,40 % dieser Art Arbeiter) und 3.922 über 
Tage (-= 21,58 % der über Tage Tätigen). Von 
den letzteren sind 2.720 über 16 Jahre alt. 
Das Lebensalter von 22 Jahren ist übrigens auch 
das meist vertretendste unter den erwachsenen Ar¬ 
beitern, die der Knappschafts-Kranken-, Pensions¬ 
und Invalidenversicherung angehören, nämlich mit 
2.797 — 4,15 % der Gesamtzahl der Versicherten. 
Was nun das Dienstalter angeht, so ist das 
höchste ein solches von 5 1 Jahren, das von 2 Mann, 
die z. Zt. über Tage tätig sind, erreicht wurde. Bei 
den unter Tage tätigen Personen hat das höchste 
Dienstalter ein Bergmann mit 5 0 Jahren. 
In der Knappschaftsversicherung ent¬ 
fällt die größte Zahl der erwachsenen Arbeiter, die der 
Kranken-, Pensions- und Invalidenversicherung an¬ 
gehören, auf die Dienstaltersstufe 5 mit 4.250 Per¬ 
sonen. 
Wir kommen zum Schluß auf die Verteilung der 
Gesamtbelegschaft nach ihrem 
Heimatsort. 
Von der Gesamtbelegschaft der aktiven Bergleute 
sind 62.758 — 90,20 % im Saargebiet, 6.728 — 
9,67 % in Deutschland und 89 — 0,13 % in Frank¬ 
reich ansässig. 
Geboren sind: 
. , fm Saargebiet 58.035 Mann - 83,41 % 
m Deutschland 10.902 „ — 15,67 % 
> Frankreich 495 „ — 0,71 % 
Im sonstigen Ländern . . 143 „ — 0,21 % 
Die Zahl der Wohnorte überhaupt, aus 
welche sich die Belegschaft verteilt, beträgt 760. Da¬ 
von liegen im Saargebiet 364, in Deutschland 371 
und'nn Frankreich 26 Orte. 
Das größte Bergmannsdorf im Saar¬ 
gebiet ist D u d w e i l e r. Es hat, ohne Jägers¬ 
freude, Herrensohr usw., unter 17.900 Einwohnern 
2.698 Bergleute, was einem Prozentsatz von 15,07 ent¬ 
spricht. Das zweitgrößte ist Püttlingen, 
das bei 11.780 Einwohnern 2.066 aktive Bergleute 
zählt — 17,54 % der ortsansässigen Bevölkerung 
(auch 1910 standen diese beiden Orte an der Spitze, 
doch zählte Dudweiler damals nur 2.346 und Pütt¬ 
lingen noch unter 2.000 Bergleute). 
Es folgen sodann 13 Orte (1910: 6) mit über 
1000 bergmännischen Einwohnern, und zwar der 
Reihenfolge nach Neunkirchen (1863), Elversberg 
(1602), Sulzbach (1577), Quierschied (1521), Bildstock 
(1257), Heiligenwald (1173), Spiesen (1147), Alten¬ 
wald (1115), Merschweiler (1097), Wiebelskirchen 
(1083), Friedrichsthal (1081), St. Ingbert (1079) 
und Schiffweiler (1011). 
Es folgen dann 2 Gemeinden mit über 900 (Lands¬ 
weiler mit 969 und Saarbrücken mit 954), 6 mit 
über 700, 7 mit über 600, 5 mit über 500, 4 mit 
über 400, 20 mit über 300, 24 mit über 200, 55 mit 
über 100, 44 mit 50—100 und endlich 182 mit weni¬ 
ger als 50 Bergleuten. 
Prozentual ist von den größeren Gemeinden mit über 
1000 Bergleuten am stärksten Elversberg 
mit seinen 1602 aktiven Bergleuten unter 7.406 Ein¬ 
wohnern, was 21,63 % der Bevölkerung bedeutet. 
An zweiter Stelle kommt Heiligenwald mit 20,53 %. 
Stellen wir die Heimatbezirke zusammen, 
so ergibt sich folgende Statistik: 
Saargebiet: 
Stadtkreis Saarbrücken . 954 Bergleute bei 125.255 Eintv. — 0,76% 
Landkreis Saarbrücken 24.015 
Kreis Ottweiler .... 19.757 
Saarlouis.... 8.378 
„ St. Wendel . . . 3.600 
„ Merzig 503 
Bezirksamt St. Ingbert. 3.042 
„ Homburg . . 2.509 
.. 200.558 „ --11,97% 
., 140.192 „ —14.09% 
„ 135.788 .. = 6,17% 
„ 32.373 „ =11,12% 
„ 36.993 „ = 1.36.% 
„ 52 884 „ = 5,75% 
„ 45.636 „ = 5,50% 
Summe Saargebiet 62.758akt.Bergt.bei769.679Einw. = 8,15% 
Die anderen Bergleute verteilen sich wie folgt: 
3.350 aus den benachbarten preußischen Kreisen, 
2.659 aus der bayerischen Pfalz, 
719 aus Birkenfeld, 
— 6.728 aus Deutschland, 
und 
59 aus dem Kreis Forbach, 
23 aus dem Kreis Saargemünd, 
7 aus anderen Kreisen 
— 89 aus Frankreich. 
Endlich ist noch die Art des 
täglichen Heimwegs 
festgestellt worden. Es ergab sich, daß von der Ge¬ 
samtbelegschaft täglich zu Fuß oder mit dem Rade 
43.109 — 61,96 % nach Hause zurückkehren, während 
20.673 — 29,57 % die Eisenbahn oder Straßenbahn 
benutzen, und endlich 5.893 — 8,47 % nur allsonn¬ 
täglich nach ihrem Wohnort zurückkommen.
	        

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