Full text: 56.1928 (0056)

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Ministers für Handel und Gewerbe 
Wder'neuen Stellung unter Ernennung zum re- 
Bfll) irrenden Markscheider bei der Berg- 
Saarbrücken mit dem Range der 
UBetriebsinsP ek - 
W o r e n bestätigt. In die- 
G ser arbeits- und verant- 
W wortungsreichen Stellung 
M sehen wir den Jubilar 
noch heute mit unge- 
ß schwächter Kraft und Ar- 
^ beitssreà seinen Dienst 
R ausüben. 
Die Erfahrung und die 
M vielseitigen Kenntnisie 
i des Jubilars fanden 
allerorts Anerkennung. 
I So wurde er nicht nur 
von der Staatsverwal- 
tung mit zahlreichen be- 
- sonderen Aufträgen, wo- 
' zu insbesondere Jahre 
hindurch die Neuanferti¬ 
gung bzw. Nachtragung 
des Grubenbilds des 
staatlichen Steinsalz¬ 
werks Stetten in Hohen- 
zollern gehörte, bedacht, 
sondern auch Privatleute 
und Kommunen beriefen 
ihn vielfach als G u t - 
achter und Sachverständigen. So machte 
er zusammen mit dem Landesgeologen Dr. Leppla 
Vorschläge für die Wasserversorgung seiner Heimat- 
bürgermeisterei Illingen, stellte schon während seiner 
Neunkircher Tätigkeit die Baufluchtlinienpläne dieser 
Gemeinde für das Gelände am ehemaligen Mehl- 
fuhrschacht auf, wurde 1906 von der Stadt Oberstem 
als Sachverständiger gelegentlich des gefahrbringenden 
Abbröckelns des die Stài überragenden Homers¬ 
felsen berufen, usw. Auch an der Steiger- 
schule zu Neunkirchen und später an der Haupt- 
bergschule zu Saarbrücken war Herr Schlicker 
nebenamtlich als Lehrer angestellt. 
Daneben war Herr Schlicker vielfach s ch r i s t- 
st e l l e r i s ch tätig. So verfaßte, er „die Aufschlüsse 
der staatlichen Tiefbohrungen im Saarrevier in den 
Jahren 1873—1877, 1891—1904 und 1910—1916", 
„Geologische Betrachtungen über die Entstehung und 
Umbildung der Erde", „Die Kohlenführung und 
Größe des staatlichen Saarbrücker Berechtigungs- 
feldes", endlich „Die Bergschäden im Saarrevier" 
(1921). —„.Ganz besondere Verdienste hat Herr 
Schlicker sich auf dem Gebiete des Kartenwesens 
erworben. Von ihm stammen bzw. sind überarbeitet: 
die Übersichtskarte des bergsiskalischen Steinkohlen¬ 
feldes im Maßstabe 
1 100.000; die Schichten¬ 
einteilung im Saar-Ncche- 
Gebiet, 1:100.000; dieNor- 
malschichtenprosile 'durch 
das Saarbrücker Stein¬ 
kohlengebirge 1:6.666 %; 
die Flözkarte und topogr. 
Übersichtskarte des Saar¬ 
brücker Steinkohlenbezirks 
1:5.000; die Übersicht der 
auf Steinkohle verliehe- 
nen Felder im Saarbrük- 
ker Direktionsbezirk und 
der angrenzenden Felder 
Lothringens und Bayerns; 
und endlich die topogr. 
Übersichtskarte vom Saar- 
revier 1:100.000. — Auch 
der „Bergmannskalender" 
zählt mit Freude Herrn 
Schlicker zu seinen Mit¬ 
arbeitern. 
Unter seiner K o I le¬ 
ge n f ch a s t genießt der 
.Jubilar mit Recht ein 
hohes Ansehen und all¬ 
seitige Beliebtheit, wie wir daraus ersehen können, 
daß ihn der „Deutsche Markscheiderverein" seiner- 
zeir zum Mitglied seines Hauptvorstandes und der 
Verband der konzessionierten Markscheider des Saarge¬ 
biets zu seinem Ehrenvorsitzenden wählte. Mer auch 
darüber hinaus hat der Jubilar durch sein freund¬ 
liches Wesen sich allseits Vertrauen zu verschaffen 
gewußt, was schon daraus zu erkennen ist, daß er, 
trotzdem er öffentlich nie weiter hervortrat, schon 
während seiner Neunkircher Tätigkeit vom dortigen 
Gemeinderat zum Mitglied der Armenkommission 
gewählt wurde. 
Auch der gegenwärtigen Verwaltung 
der Saargruben hat Herr Schlicker in vorbildlicher 
Pflichttreue hervorragende Dienste geleistet, 
die allzeit gerne anerkannt wurden. So wurde 
er bereits 1922 durch Verleihung der goldenen 
Verdienstmedaille ausgezeichnet; desgl. fand 
die Art, wie Herr Schlicker die Beschickung der In¬ 
ternationalen Ausstellung 1923 in 
Rio de Janeiro sowie die der Exposition
	        
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