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Mine Steuereinrichtung vorgesehen, die durch F e r n - 
M'e t ä t i g u n g (durch einfaches Ziehen an einem 
Weinen Knopf) in Bewegung gesetzt wird. Bei S t ö - 
HL ngen, sobald eine Gefährdung für einen Teil 
M°r Anlage eintritt, wirkt die Fernbetätigung a u t o - 
Wiatisch und schallet den entsprechenden Schalter 
Kjg. Die Steuerknöpfe ftir die ganze Anlage sind 
Zentralisiert, um die Betätigung durch einen 
Hin zigen Wärter zu ermöglichen. Wir werden 
Mochnmls auf diesen Punkt zurückkommen. 
M Fm übrigen ist die ganze Anlage sehr übersichtlich 
ILfli) zugänglich angeordnet. Die Bedienungs¬ 
bund Revisionsgänge sind sehr breit und durch 
USchluihgltter von allen spannungsführenden Teilen ge- 
MMNNt, so daß ein zufälliges Berühren der gefährlichen 
M Leitungen so gut wie ausgeschlossen ist. 
» Bild 19 läßt die Olschalter im Schaltraum er- 
^ kennen. 
I Für die erste Bauperiode sind für Fenne folgende 
Kobgehenden Kabel vorgesehen: 
4 Kabel nach Unterstation Louisenthal, 
3 „ „ „ Hühnerfeld, 
2 „ „ „ Sprengen. 
!An diesen drei Punkten wird die Spannung von 
35.000 auf 11.000 Volt vermindert und so das be¬ 
stehende 11.000 Volt-Käbelnetz mit Strom versorgt. 
c) Die 3.3 0 0 Volt-Anlage. 
¡Diese Anlage dient ausschließlich dem Eigen- 
k darf des Kraftwerkes. Drei Drehstromtransfor¬ 
matoren von je 3.000 KVA Leistung spannen den 
Strom von 35.000 auf 3.300 Volt um und decken so 
den Eigenbedarf. Später wird diese Anlage durchs 
einen besonderen Turbogenerator gespeist, idessen 
r Stromerzeuger direkt 3.300 Volt Spannung abgibt, 
s Die abgehenden Leitungen von diesen 3.300 Volt- 
( Schienen sind in der 
: erstere Bauperiode des 
Werkes folgende: 
3 Kabel nach der Pump- 
i station, 
I 2 Kabel, nach dem Kessel- 
s haus und 
1 Kabel nach der Unter¬ 
station des benach¬ 
barten Holzparkes. 
An diese Spannung 
sind ferner angeschlossen: 
eine Hilfserregermaschine, 
2 Einankerumformer und 
1 Kabelprüfaggregat. Die 
■ Hilfserrege rma- 
| schine soll beim Ver- 
( sagen der Erregermaschi- 
nen der Stromerzeuger 
s die Speisung der Gene- 
^ ratoranker mit Gleich- 
. ström übernehmen. Die 
beiden Einankerum¬ 
former liefern den 
Gleichstrom für die Kran- 
Motore und die Bekoh- 
Ulungsanlage. Die Lei- 
Ustung dieser beiden Um- 
k wrmer ist je 700 KW. 
Kabelprüfaggre- 
g_a 1, das eine nähere Betrachtung verdient, kann 
Spitzenleistungen bis zu 6.760 KVA abgeben. Es be¬ 
steht aus einem synchronen Drehstrommotor, d. h. 
einem Motor, dessen Geschwindigkeit, sobald er ein¬ 
mal angefahren ist, unveränderlich bleibt. Mit diesem 
Motor ist ein Stromerzeuger, dessen Spannung in 
sehr weiten Grenzen reguliert werden kann, direkt 
gekuppelt. Die Spannung kann mit Hilfe eines da- 
zwischenaeschalteten Transformators leicht zwischen 
0 und 52.000 Volt auf jeden beliebigen Wert gebracht 
werden. Soll nun ein nicht ganz einwandfreies Kabel 
geprüft werden, so stellt man die erforderlichen Ver¬ 
bindungen her und führt mit dem Prüfumformer 
Spannung auf die Kabel, die langsam gesteigert wird. 
Hält das Kabel die entsprechende Spannung aus, 
ohne durchzuschlagen, so hat es die Prüfung bestanden. 
Auch in der 3.300 Volt-Anlage sind sämtliche Ol- 
schalter mit Fernbetätigung versehen. 
d) D i e 220 Volt-Drehstrom-Anlage. 
Alle Motore, deren Leistung 100 PS überschritten, 
wurden für einen Anschluß an die 3.300 Volt-Anlage 
vorgesehen. Für alle Kleinmotore ivurde jedoch die 
Spannung von 220 Volt Drehstrom als geeignet er¬ 
achtet und auch ausgebaut. 
Diese Anlage ist in drei Verbrauchszonen 
eingeteilt. Das Schalt- und Mafchinenhaus, das 
Kesselhaus und an dritter Stelle die Pumpstation. In 
unmittelbarer Nähe dieser Verbrauchsstellen sind j e 
zwei Transformatoren aufgestellt, die hoch¬ 
spannungsseitig von der 3.300 Volt-Anlage aus ge¬ 
speist werden, und an der Niederspannungsseite 
220 Volt abgeben. So werden z. B. die einzelnen 
Stromverbraucher >des Kesselhauses ganz unab¬ 
hängig von denen der Nachbarbetriebe mit 
Abb. 16. Innenansicht der Molaren- und Rechenhalle des Pumphauses.
	        
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