Full text: 53.1925 (0053)

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Und es verab¬ 
reichte ihm einen so 
furchtbaren Schlag 
mit dem Hufe, ja so 
furchtbar, daß man 
von Pamperigouste 
noch den Dampf 
aufsteigen sah, einen 
hellen Rauchwirbel, 
in dem eine Ibis- 
feder umherflog: 
das war alles, was 
von dem unglück¬ 
lichen Tistet Vedene 
übrig blieb... 
Brunnrn 
mit 
4 Delphinen 
zu »ij. 
Für gewöhnlich 
wirken die Fußtritte 
eines Maultieres 
nicht so zerschmet¬ 
ternd: aber dieses 
war ein päpstliches 
Maultier, und dann 
müßt Ihr daran den¬ 
ken, daß es ihn sie¬ 
ben Jahre lang auf¬ 
gespart hatte... Es 
gibt wirklich kein 
schöneres Beispiel 
des geistlichen 
Grolls als diesen. 
Zeichnung von 
M. de Lambert 
für L'Illustration, 
Paris 
(] 
Die Ziege öes Herrn Seguin. 
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(La chèvre de Mr. Seguin.) 
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Von Alphonse Daudet. 
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An den lyrischen Dichter, Herrn Peter Gringoire 
zu Paris. 
Du bleibst doch immer derselbe, mein armer 
Gringoire! 
Was? Eine Stelle als Berichterstatter bei einer 
guten Pariser Zeitung wird Dir angeboten und 
Du bist dreist genug, sie auszuschlagen... Aber, 
mein unglücklicher Junge, sieh Dich doch einmal 
näher an! Betrachte Dein abgetragenes Wams, 
Deine löcherigen Strümpfe und Dein abge¬ 
magertes Gesicht, dem der Hunger aus den Augen 
sieht. Dann wirst Du merken, was Dich zehn 
Jahre getreuer Dienste im Reiche Apolls gekostet 
haben... Du schämst Dich doch wohl gar, nicht 
wahr? 
Also werde Berichterstatter, Du Tor! werde doch 
Berichterstatter! Du wirst dabei ein schönes Stück 
Geld verdienen, Du kannst dann bei Brebant 
speisen und an den Premierentagen mit einer 
neuen Feder am Barett paradieren... 
Rein? Du willst also nicht? Du ziehst vor, bis 
an Dein seliges Ende nach eigenem Ermessen un¬ 
abhängig zu sein? Run wohl, ich werde Dir von 
der Ziege des Herrn Seguin erzählen, dann wirst 
Du erfahren, was man von seiner Freiheit hat.
	        
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