Full text: 49.1921 (0049)

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Diele Taucher arbeiten hier vier Stunden hintereinander, 
ohne an die Oberfläche zu kommen. 
Je tiefer der Taucher sinkt, desto größer wirb der auf 
feinem Körper lastende Wasserdruck. T ie Beschwerden und 
Anspannungen nehmen nt. In 40 Metern Tiefe ist inten¬ 
sives Arbeiten ein Ding der Unmöglichkeit. Das Sinken 
in solche Tiefen muß sehr langsam und vorsichtig bewerk¬ 
stelligt werden; sobald der Taucher Uebelbefinden subit, 
wird das Sinken nute b-ochen. Nach einigen Minuten 
Pause hebt sich dann meist das Uebelbefinden wieder In 
40 Metern Wassertiefe verschwinden mitunter nach längerem 
Verweilen die befühle der Ueberanstrcngung. Der Taucher 
fühlt sich dann leidlich behaglich, kaun aber länger als eine 
oder zwei Stunden nicht verweilen. Dabei ist zu bedenken, 
daß eine leichte Arbeit, die an der Oberwelt zehn 4)? in Uten 
beansprucht, in solcher Tiefe etwa eine Stunde verschlingt! 
Viel kann also hier in einem Tage nicht geleistet werden. 
Die meinen Unglücksfälle geschehen beim Aufsteigen. 
Tie Abnahme des Drucks wirkt als große Erleichterung 
auf den Körper, und unerfahrene Taucher geraten deshalb 
in Versuchung, zn schnell emporzusteigen. Langsam und 
mit Unterbrechungen, wie das Sinken, soll der Aufstieg er¬ 
folgen, damit dec Körper Zeit findet zur Atmung und An¬ 
gewöhnung an die veischiedenen Stäikegradc des Drucks. 
Ein erfahrener Taucher kann dem Drnckgcsühl nach genau 
feststellen, in welcher Tiefe er sich befindet. 
Am Taucherhelm befindet sich ein verstellbares Luft¬ 
auslaßventil, das so einge>iellt werden kann, daß der Luft¬ 
druck im Anzug etwas größer bleibt, als der äußere Wasser¬ 
druck. Bei aufrechter. Haltung ist der Wasserdruck an den 
Füßen stärker als am Oberkörper, infolgedessen wird die 
Luft im Anzug nach oben gepreßt. Wird nun das Ventil 
so gestellt, daß nur noch wenig Lufr cntweicheir kann, so 
diückt sie im Anzug nach unten und hält den Anzug prall 
vom Körper ab. Wird dabei die Luft etwa bis unter Hüft- 
Wie man sein eigener Großvater wird, ist 
eine kurzweilige Scherzfrage, die sich wie folgt beantworten 
läßt, ohn-' daß dabei irgend wie gemogelt wird. „Ich 
machte die Bekanntschaft einer Witwe, welche mit einer 
erwachsenen Tochter in demselben Hause wobnte. Ich 
heiratete sie. Mein Vater, welcher Gelegenheit halte, meine 
Stieftochter häufig zu sehen, fand Gefallen an ihr, und 
machte sie zu seiner Frau. Dadurch wurde meine Frau 
die Schwiegermutter ihres Schwiege« Vaters, aus meiner 
Stieftochter wird nieine Stiefmutter, und ich, der Stief¬ 
vater, verwandelte mich in einen Stiefsohn. Meine Stief¬ 
mutter, Tochter meiner Frau, bekam einen Sohn — ich 
folglich eilten Bruder, denn er ist der Sohn meines Vaters 
und meiner Stiefmutter; aber da er zugleich der Sohn 
unserer Stieftochter ist, wi>d meine Frau seine Großmutter 
und ich der Großvater meines Stiefbruders. Meine Frau 
schenkte mir auch einen Sohn — meine Stic'mutter, Stief¬ 
schwester meines Knaben, in zugleich seine Großmutter, denn 
er ist der Sohn ihres Stiefsohnes, und mein Vater der 
Schwager meines Kindes, da dessen Schwester seine Frau 
ist. Fch bin der Bruder meines eigenen Sohnes, welcher 
das Kind meiner Großmutter ist. Ich bin der Schwager 
ineiner Mutter — meine Frau ist die Tante ihres eigenen 
Sohnes — mein Sohn Enkel meines Vaters und ich — 
mein eigener „angeheirateter Großvater". 
höhe gepreßt, so beginnt der Taucher bei gewöhnlicher Be¬ 
lastung zu steigen. Dabei muß er sich in stehender Lage 
befinden. Bückt sich der Taucher mit aufgepumptem An¬ 
zug, so preßt sich die Luft an der höchsten Stelle zusammen; 
der Taucher bekommt das Uebergewicht, die Beine werden 
aufgehoben und der Taucher steht auf dem Ko f Der 
Luftdruck im Helm läßt in diesem Fall nach, durch das 
Ventil dringt so lange Wasser ein, bis durch die fortwährend ! 
zilströinende Luft der Jnnendruck im Taucheranzug bis znm 
Helm hinunter.esliegen ist und den Anßendruck überwunden 
bat. Wird der Taucher in großer Tiefe oder unter einem 
schwimnienden Schiff von solchein Ungeinach betroffen so ist 
Lebensgefahr vo«h>nden, weil der Aufstieg zn rasch erfolgt. 
Anders verhält es sich, wenn an Meeresgrund der ruft- 
zllfüb nngsschlauch und die Signalleine abreißen, ein Fall, 
der bei Bergungsarbeiten im'mer wieder vorkoiiimt, da selbst 
in Tieseit von L0—30 Metern die au'gewilhlre See ihr 
Spiel mit schweren Gegenständen treibt, z. B. eis cne Türen 
auf- und zuschlägt und oft ganze Schiffe verrückt. 
Der Taucher schneidet beide B rbindungen ab und 
sucht eine Stelle aits, von der ans man ohne anzustoßen 
oder hängen zu bleiben, frei nach oben steigen kann i cum 
löst er die Schuhrienten, behält aber die Schuhe mit den 
Bleisohlcn noch lose ait den Füßen Nun gürtet er den 
Rückenballast ab und läßt ihn fallen. Sofort beginnt der 
Aufstieg. Später wird der Brnstballast abgeworfen. 
Während des Steigens geht immer Luft verloren. Läßt 
nun der Austrieb nach, so läßt der Taucher erst den einen 
Bleischnh. dann den andern fallen. 'Nun freilich verliert 
er die vertikale Lage und kommt mit den Füßen zuerst an 
die Oberfläche. Würde der gesamte Ballast auf einmal 
abgeworfen, so schnellt der Taucher koafüb r wie ein Pfeil 
empor; die Folgen sind, weitn der Aufstieg atls großer 
Tiefe ausgeführt werden mußte, nicht selten tödlich. In 
gewöhnlichen Fällen läßt sich der Taucher langsam an der 
Signalleinc in die Höhe ziehen. 
Kleines Mißverständnis. „Ach, lieber Karl, die 
iteue Köchin hat den Braten anbrennen lassen — sie ist 
noch so unerfahren! Ein zartes Küßchen wi d Dich dafür 
entschädigen!" — „Meinetwegen! Schick' sie halt herein!" 
Anstrengende Arbeit. „Sag mir nur, Michel, 
warum schwitzt Du denn so? . . . Hast D' am End' 
g'arbeit't?" „O nee — aber'u Herrn Grafen hab' ich | 
'troffen, der hat inich ang'fprochen, und da hab' ich bock 
deutsch rcd'n müss'u!" 
Unschuldig. „Aber, Daxenbauer, Ähr seid ja voll 
wie eine Kanone! Schämt Ihr Euch nicht, Euren Buden 
so in die Schule zu führen?!" ,,'Entschuld'gcn S' Herr- 
Lehrer, das hab net i' 'tan — mei' Bua hat mi' herg'-ührt!" 
Praktischer Anfang. „Haben Sie eine Zigarre 
für mich, Herr Huber? — Gewiß! .... Aber ich dachte, 
Sie wollten sich das Rauchen ganz abgewöhnen?!" — 
„Stimmt. Das geht jedoch nicht so plötzlich — das Rauchen 
eigener Zigarren hab' ich mir allerdings schon abgewöhnt!" 
Sehr wahrscheinlich. Sic: „Ich möchte nur 
wissen, was eigentlich Eva gesagt hat, als sic erf ihr, daß 
sie das Paradies verlassen muß!" — Er: „Wahrscheinlich 
hat sie das getan, was jede int, wenn sic sich auf eine Reife 
begibt: gejammert wird sie haben, daß sie nichts anzu¬ 
ziehen hat!"
	        
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