Full text: 49.1921 (0049)

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einzelnen Gruben und Ort¬ 
schaften wie folgt: Velsen 
30: Püttlingen 4: Aspcn- 
schacht lVerginspeklion II) 8: 
Gersweiler 20: Altenkessel 
20: Jägersfreude 32: Re¬ 
den 50: Heini'tz 30: Göttel¬ 
born 4: Sulzbach 18: Fried¬ 
richsthal 10: Altenwald 6: 
Luisenthal 8: Hafenamt 2. 
Die Häuser sind im Allge¬ 
meinen in gleichem Grund- 
ritz erbaut, da nur auf diese 
Art die billigste Ausführung 
erreicht werden kann. 
2n den Abbildungen 1 
und 2 zeigen wir zwei 
Grundrisse der neuen Häu¬ 
ser, aus denen mit einem 
Vergrötzerungsglase die ein¬ 
zelnen Matzverhältnisse leicht 
entnommen werden kön¬ 
nen. Die Häuser sind 
der Kosten Ersparnis hal¬ 
ber nur zur Hälfte unter¬ 
kellert. Bei dem Bauplan nach Abbildung 
1 befindet sich der Stall im Keller des Haupt¬ 
gebäudes. Bei dem Plan nach Bild 2 ist der 
Stall in einem Anbau untergebracht. Beide 
Pläne enthalten ungefähr die gleichen Räume: 
im Erdgeschoß Küche und Stube und jm Ober¬ 
geschoß 2 Kammern, darüber den Speicher. Dieser 
Grundriß hat sich seit längerer Zeit als praktisch 
und zweckmäßig erwiesen, weil er den Raum 
des Hauses voll ausnützt und dadurch Platz auch 
für eine größere Familie bietet. Jedenfalls 
werden sich die Bevorzugten, denen die Mög¬ 
lichkeit gegeben wird, in einem solchen Häuschen 
zu wobnen. torin recht gemütlich fühlen. Gegen¬ 
über dem Miethaus mit mehreren Wohnungen 
bietet ja das Einfamilienhaus so große Vorzüge, 
daß man auch einen etwas höheren Mietpreis 
nicht scheuen sollte, wenn man ein solches Haus be¬ 
wohnen kann. Die Bilder 3—6 zeigen einzelne 
Lagen der neuen Arbeitermiethäuser an der Pro 
o nz al-S ratze im im Ort Jäg.-r streu de. in Ve sen 
und auf dem Madenfelderhof bei Reden. Gerade 
e beiden letzteren, schön gelegenen Siedlungen 
werden den späteren Bewohnern zur dauernden 
Freude gereichen. 
Für 1921 ist eine weitere große Zahl von 
Arbeitermiethäusern vorgesehen, ein Zeichen, daß 
die Bergverwaltung weniger spricht als handelt, 
was bezüglich der Wohnungsherstellung leider 
nicht überall befolgt wird. 
Neben der großen Zahl von ArbeitermieLwoh- 
nungen hat die Bergverwaltung anßerde!n in 1920 
eine ganze Anzahl Dienstwohnungen für ihre An¬ 
gestellten in Angriff genommen. sodaß die Woh¬ 
nungsproduktion der Bergverwaltung allein an 
300 beträgt, eine Zahl, die mit Stolz genannt 
werden kann. Möglich war diese erstaunliche 
Leistung nur durch das zielbewußte und energie¬ 
volle Eingreifen des Leiters der „Direktion 
technique" Herrn St. Claire Deville. dem neben 
der arbejtreichen Betriebsleitung des ersten 
und schwierigsten Jahres die Unterkunft der Bng- 
lcute am meisten am Herzen lag. 
gXntciU'ctuoId)ufür die Klärgruben 
Um bis den Saarbergleuten nach der Reichsversicherungs- 
ordnung zustehenden Rechte bei Betriebsnwällen zu wahren, 
wurde ein besvnderer Unfallversichernngsdienst (Unfallausschuß) 
gegründet. Dieser hat seinen Sitz in Saarbrücken 2, St. 
Johannerstraße Ar. 40, und besteht aus Mirglicdern der Ad- 
ministiation des Mines Domaniales 1raii<;atses du 
Bassin de la Sarre und ans Grnbenbeamten. Seine Aufgabe 
besteht darin, die Schäden, die sich ans Unfällen nach 
dem 18. Januar >620 ergeben, nach den Bestimmungen der 
Rcichsversi veimngsordnnng zu entschädigen, Unfallverhütnngs- 
vorschristen zu erlassen und deren Befolgung zu überwachen, 
um so die Zahl der Unfälle nach Möglichkeit zu verringern 
Während der elfmonaligen Tätigkeit les UnfallaueschnfseS 
- dis Dezembe> 1920 ist trotz bedeutender Ve,Mehrung der Be¬ 
legschaft der Gruben die Zahl der Unfälle erfreulicherweise 
geringer gewesen als in den Jahren vorher. Von besonderer 
Bedeutung ist die Tatsache, daß die Zahl der tödlichen Un¬ 
fälle weil'hinter der Durchschnittszahl der letzten Jahre zurück¬ 
bleibt und besonders schwere Verletzungen sich bis jetzt nur 
wenige ereignet haben. 
Bo» den bisher gemeldeten 68ÖO Unfällen sind bis jetzt 
rund 500 entschädignngSvflichtig. Alle Entschädigungen für 
Unfälle nach dem 1. Juli 1920 werden in Francs festgesetzt. 
I ies bedeutet besonders für eiwerbsnnsähige Verletzte und für 
die Angehörigen und Hinterbliebenen Verunglückter eine be¬ 
deutende Erleichterung ihrer Lebenshaltung.
	        
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