Full text: 44.1916 (0044)

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Des Bergmannskalenders Deujabrsgrub 1016. 
(geschrieben den 5. September 1915.) 
6$ dröhnt die Grde unter dem ehernen tritt, 
Der feit dem Frühjahr durch Galizien und Polen schritt. 
Germania gehen und JTuftria Arm in Arm, 
Uon heiligem Blut so rot, von heiligem Blut (o warm. 
Das Auge leuchtet, es blitzt das Schwert, und das feuer 
Da splittern ÜJälle, (türzen Schanzen rauchverhüllt, fbnillt, 
Gemäuer birst. Und was nicht, fcbreckeritarrt, 
Der wälzenden Siegerwoge steh zu ergeben harrt, 
Das stiebt entsetzt in Urwald und Sumpf: der Rest der Scharen, 
Die jüngst so stolz umringt den übermütigen Zaren. 
Lasst aus dem RuHenkampf, dem blutigen Uorwärtslchreiten 
Den sorgsam spähenden Blick nach UJeften gleiten! 
franzofen,Briten,lnder,Kaffern,rnobren liegen aufderCauer 
Und prallen an im Sturm, bald hier, bald dort, auf eherne 
Deutscher Männer, die trotz Blut und Leichen sMauer 
Dicht ehrlichem feind noch dem Mordgesindel weichen. 
Und im Süden, sieh, den welschen Uerrati 
.Uber die Grnte entspricht der schleichenden Saat. 
3a, trieft und Crient, die beiden, möchtest du wohl! 
Rand weg! Huf treulichster Macht stehen Istrien und tirol. 
Klingelst trotz blutiger Köpfe mit klingelnder Schelle 
Siegeins Land; ja, du siegst, doch stets aus nämlicher Stelle! 
Meiler den Blick! Gin neuer Dritter im Bund 
hütet mit zäher Gewalt des heimischen Bodens Grund, 
Und der feinde Scharen und Schiffe zerschellen 
JTn den türkischen tückischen Dardanellen. 
Selbst auf das Meer sind Cod und Uerderben gezogen: 
Schwarz-weist-rot, es kämpft für die freibeit der Mögen. 
Mut Blut, Krieg Sieg, Hot Cod und kein finde! 
Willst du verzagen?! — Mir falten deutsche Bände: 
Den Ausgang weist Gott, der Gott der Liebe und der Rache, 
Ihm stellen wir anheim unsre gerechte Sache! 
Max Grone.
	        

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