Full text: 41.1913 (0041)

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Die auf dem Bilde der Gesamt-Anlage (von 
Osten' aufgenommen) am weitesten links stehen¬ 
den beiden Häuser (siehe auch besondere Ab¬ 
bildung) wurden bereits am 15. November 1909 
ihrer Bestimmung übergeben, während die beiden 
Natürlich fehlen auch alle zur Bequemlichkeit 
eines modernen Schlafhausbetriebes gehörigen 
Anlagen, wie elektrisches Licht, Entlüftungsrohre, 
Wasserleitungen mit ausgiebigen Zapfstellen und 
Feuerlöscheinrichtungen nicht. Das Innere der 
Ausblick von den Schlashäusern in südlicher Richtung. 
in der Mitte des Bildes sichtbaren Häuser in 
den Jahren 1911/12 erbaut wurden. 
In Bauart und Einteilung sind letztere von 
den ersteren verschieden. 
Jedes der gleichartigen älteren Gebäude 
enthält in 2 Geschossen 4 Säle für je 16 Mann, 
beherbergt mithin 64 Mann. Der Bequemlich¬ 
keit der Bewohner ist in weitestem Maße Rech¬ 
nung getragen worden. Auf die Anord¬ 
nung eines besonderen Schrankraumes 
zwischen je 2 Sälen, 
sei als eine Neuerung 
für die Erhaltung einer 
reinen Zimmerlust in 
den Schlassälen beson¬ 
ders hingewiesen. 
Im Kellergeschosse 
sind eine große Koch¬ 
küche mit 2 gemauerten 
Kochherden (sogenann¬ 
ten Brümsen), 1 Vor¬ 
ratsraum mit verschlie߬ 
baren: Fächerkasten zur Aufbewahrung von 
Kartoffeln und dergleichen, 1 Waschküche für 
die Leibwäsche, sowie ein Kohlen- und ein kleiner 
Nebenraum untergebracht. 
Das Dachgeschoß enthält einen sehr ge¬ 
räumigen Trockenspeicher bezw. Aufbewahrungs¬ 
raum. 
Die Ansicht der l!)08/0i> erbauten beiden Schlafhäuser 
Häuser macht mit seinen reinlichen und behag¬ 
lichen, von Licht und Luft reichlich durchfluteten 
Räumen einen freundlichen Eindruck. Die Fu߬ 
böden in den Schlassälen und Schrankräumen 
sind mit Riemenboden aus Buchenholz, in den 
Waschräumen und Aborten mit 
Terrazzobelag hergestellt. Auch sind 
die Wandflächen in letzteren 
Räumen bis zu einer Höhe von 
1.60 Meter über dem 
Fußboden mit glasier¬ 
ten Wandplatten ver¬ 
kleidet. 
Diebeiden in 1911/12 
erbauten Häuser zeigen, 
wie bereits eingangs 
erwähnt, andere Ein¬ 
teilung und Forn: und 
bieten an Zweckmäßig¬ 
keit und Gediegenheit 
wohl das beste, was 
bisher auf dem Gebiete 
des bergmännischen Unterkünstswesens geleistet 
wurde. 
Wenn schondasÄußeredurch schmucke, gefällige 
Formen, mit einladenden offenen Sitzplätzen sich 
in harmonischer Weise in das Waldgelände ein¬ 
schmiegt, so wird der gewonnene gute Eindruck 
bei«: Eintritt ins Innere noch verstärkt.
	        

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