Full text: 40.1912 (0040)

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Genossenschaft, 74 Bergleute erhalten Rente aus der 
Kasse einer andern Berufsgenossenschaft. 
Ein interessantes Bild bieten die Ergebnisse der 
Belegschaftszählung über die Lebens- und Dienst- 
altersverhältnisse unserer Bergleute. Das 
höchste vertretene Lebensalter ist dasjenige 
von 73 Jahren, welches bei einem Aufseher über 
Tage festgestellt wurde. Das meistverlretene Lebens¬ 
alter ist dasjenige von 18 Jahren mit 2418 Perjonen 
— 4,50 % der Gesamtbelegschaft. Jugendliche Arbeiter 
im Alter von 14 und 15 Jahren wurden 2103 gezählt. 
Im Alter von 
sl6—20 Jahren waren 10463 Mann, 
21—30 
„ 17076 
31—40 
„ 13987 
41—50 
„ 7482 
51—60 
„ 1513 
„ 
61—70 
„ 
„ 58 
„ 
über 70 
„ 
„ 3 
„ 
Von der Gesamtbelegschaft von 40573 Arbeitern unter 
Tage sind 7543 — 18,50% minderjährig, d. h. 
noch nicht 21 Jahre alt. Die Gesamtzahl der 
Minderjährigen unter den 12172 über Tage be¬ 
schäftigten Personen beläuft sich aus 5083 Mann — 
41,76% dieser Arbeiter. Die über 16 Jahre alten 
Minderjährigen, welche über Tage beschäftigt 
sind, beziffern sich auf 2920 und machen 29,17 % der 
Gesamtzahl 10009 der über 16 Jahre alten Bergleute 
über Tage aus. Von den erwachsenen Arbeitern 
I. Klasse/welche der Kranken-, Pensions- und 
Jnvalidenversicherungskasse angehören, ent¬ 
fällt die höchste Personenzahl, nämlich 1892 — 4,93% 
dieser Arbeiter, auf das Lebensalter von 26 Jahren. 
Von den erwachsenen Arbeitern II. Klasse, welche 
diesen 3 Kassen angehören, entfällt die höchste Per¬ 
sonenzahl auf das Lebensalter von 18 Jahren. Diese 
Lebensaltersstufe ist mit 2407 — 19,91 % der Ge¬ 
samtzahl dieser Arbeiter besetzt. (Die Nichtpensions¬ 
kassenmitglieder verteilen sich ziemlich gleichmäßig über 
die verschiedenen Lebensaltersstufen.) 
Das höchste vertretene Dienstalter ist das¬ 
jenige von 47 Jahren. Diese Dienstzeit wurde bei 
einem Arbeiter beim Grubenbetrieb über Tage und 
bei einem Arbeiter bei den Nebeubetrieben über Tage 
festgestellt. Bei den Aufsehern ist das höchste ver¬ 
tretene Dienstalter ein solches von 42 Jahren. Er¬ 
reicht haben es 2 Aufseher. Bei den unlerirdisch be¬ 
schäftigten Arbeitern ist das Dienstalter von 46 (fahren, 
welches ebenfalls von 2 Arbeitern erreicht ist, das 
höchste. Weniger als 1 Dienstjahr haben im ganzen 
4387 Mann, hierunter sind jedoch 2163 jugendliche 
Arbeiter enthalten. 
1— 5 Dienstjahre haben 12076 Mann, 
5-10 
11—15 
16—20 
21—25 
26—30 
31—35 
36—40 
40—45 
46 und 47 
9156 
9252 
6650 
4440 
4342 
1630 
737 
70 
5 
Die meistvertretenen ® teuft alt er § stufen bei den 
Arbeitern unter Tage sind die Stufen 1 mit 2 066, 
2 mit 2 271 und 10 mit 2 055 Arbeitern. Die Ar¬ 
beiter über Tage sind bei den Dienstaltersstufen bis 
1 (1255 Mann ohne die 2 163 jugendlichen Arbeiter), 
1 (844 Mann), 2 (736 Mann) und 3 (644 Mann) anr 
meisten vertreten. Bon den erwachsenen Arbeitern 
I. Klasse, welche der Kranken-, Pensions- und 
Jnvalidenversicherungskasse angehören, ent¬ 
fällt die höchste Zahl — 2 442 Personen auf die 
Dienstaltersstufe von 10 Jahren. Bei den erwachsenen 
Arbeitern II. Klasse, welche diesen 3 Kassen angehören, 
ist die Dienstaltersstufe 1 mit 2 758 Personen am 
meisten besetzt. 
Über die Verteilung der Gesamtbelegschaft auf die 
einzelnen Landesteile nach ihrer Ortsangehörigkeit 
sei folgendes gesagt: 
Die aktiven Bergleute des Bergwerksdirektions¬ 
bezirks Saarbrücken verteilen sich auf 667 Wohnorte. 
Von diesen liegen 424 in Preußen, 194 in der 
Pfalz, 36 im Fürstentum Birkenseld und 13 
in Elsaß-Lothringen. Die 424 preußischen Orte 
liegen sämtlich im Regierungsbezirk Trier. 
Der größte Bergmannsort ist Dudweiler 
(ohne Herrensohr, Jägersfreude usw.) mit 2 346 Berg¬ 
leuten. Nach Dudweiler kommen 6 Orte mit über 
1000 Bergleuten (Püttlingen, Quierschied und 
Snlzbach im Landkreise Saarbrücken und Elvers¬ 
berg, Neunkirchen und Wiebelskirchen im 
Kreise Ottweiler), 8 Orte mit 700 bis 999, 7 Orte 
mit 500 bis 699, 8 Orte mit 400 bis 499, 7 Orte mit 
300 bis 399, 22 Orte mit 200 bis 209, 64 Orte mit 
100 bis 199, 63 Orte mit 50 bis 99 und 481 Orte 
mit 1—49 Bergleuten. Außer den in den einzelnen 
Orten wohnenden Bergarbeitern sind auch diejenigen 
Leute zusammengestellt worden, die in den betreffenden 
Orten geboren wurden. Aus dieser Statistik geht un¬ 
zweifelhaft hervor, daß das Bestreben vieler Arbeiter 
dahin geht, in der Nähe ihrer Arbeitsstätte zu wohnen. 
Hauptsächlich werden hier jüngere Leute in Frage 
kommen, die keine Aussicht haben in ihrem Heimats¬ 
dorfe Haus- oder Landeigentümer zu werden und in 
den zahlreichen Mietwohnungen des eigentlichen In¬ 
dustriegebiets ein leichteres Unterkommen finden. In 
welchem Maße die einzelnen Kreise, Bezirksämter usw. 
an der Abwanderung nach dem eigentlichen Gruben¬ 
bezirk beteiligt sind, zeigt die nachfolgende Übersicht. 
Landesteile 
In dem Landesteil 
sind von den aktiven ' 
Bergleuten des 
Saarbrücker Berg- 
werksdtrektionsbezirks 
ansässig geboren 
Stadtkreis Saarbrücken .... 
481 
556 
Landkreis » .... 
18 253 
14 440 
Kreis Ottweiler 
16 355 
14 834 
" Saarlouis 
6 267 
6 871 
„ St. Wendel . . 
3 613 
4 584 
" Merzig 
1844 
2 375 
Landkreis Trier . 
760 
1 109 
Kreis Bernkastel 
20 
190 
„ Saarburg 
21 
52 
Sonstige Kreise 
5 
120 
Se. Regierungsbezirk Trier. 
47 619 
45 131 
Sonstige Regierungsbezirke der 
Rheinprovinz 
— 
251 
Se. Rheinprovinz. 
47 619 
45 382 
Übrige Provinzen 
— 
314 
I. Se. H'rentzen 
47 619 
45 696
	        

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