Full text: 33.1905 (0033)

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Rernilly nad) Pont - ä - Mousson während der Belage- hoben zu werden. Diese Privilegien der Bergleute den 
rung von Metz, sowie zur Wiederherstellung mehrerer ge- übrigen Landeseinwohnern gegenüber haben infolge ver¬ 
sprengter Eisenbahntunnels im jüngsten Kriege gegen allgemeinen Wehrpflicht, wie sie durch das preußische 
Frankreich anführen. Gesetz vom 3. September 1814, die allgemeine Ver- 
Jm Königreiche Preußen war durch ein Privilegium pflichtung zum Kriegsdienst betreffend, und durch das 
vom 3. Dezember 1769 den Bergleuten die Freiheit norddeutsche Bundesgesetz und jetzige deutsche Reichs- 
von der Anwerbung zum Militärdienste gewährt wor- gesetz vom 9. November 1867 festgestellt ist, naturgemäß 
den. Im Jahre 1813 wurde ihnen das Vorrecht zu- gänzlich aufhören müssen, 
gestanden, nur zum Mineur- oder Pionierdienst ansge- [ 
» Das Scrgftk. *■ 
„Saure Wochen, frohe feste!“ 
Heißt des Lichters Zauberwort; 
Lud so klingt es auch aufs beste 
Zu dem Lergmnnnsherzen fort. 
Lrunten schlägt er in die Schaun 
Walker, was er hat und kaun; 
Aber auch bei Spiel und Tanze 
Stellt er waiker seinen Wann. 
Holde Mädchen, treue Frauen, 
Huten brauche» wir Tnch nicht, 
Loch beim Lergfest dnrftZhr schauen 
Fröhlich uns ins Angesicht! 
Männer sind wir. Leshalb pochen 
Eure Herzen uns fo hold. 
An die sauern Arbeitswochen 
Webt das Lergfest Minnesold. 
Max Crvlie. 
Vom Bergwerksfest in Rüdersdorf bei Berlin. 
ebenstehendes kleine Bild ist eine Abbildung des 
^ schönen Reliefs, das die Front des Bergbau¬ 
gebäudes der 
Technischen 
Hochschule zu 
Aachen ziert. Es 
stellt uns den 
unterirdischen 
Vermessungs¬ 
beamten, den 
Herrn der Erde, 
den Mark¬ 
scheider in 
seiner Tätig¬ 
keit, umgeben von 
seinen Gehilfen 
vor. In einer 
seitlich aus einem 
Schacht ange¬ 
hauenen Strecke 
steht der Mark¬ 
scheider am Theo¬ 
doliten, sieht eben 
durch das Fern¬ 
rohr, um dieRich- 
tung der Strecke 
zu bestimmen. Ein 
Gehülfe kniet zu fernen Füßen, das Lot über dem 
Firpunkt kontrollierend. Ein zweiter sitzt ans einem 
Vergestück, auf seinen Knien das Observationsbuch 
Z) e x WcrrrkscHeide x. 
haltend, um darin neue Eintragungen zu verzeichnen, 
wozu ihm ein dritter Gehülfe leuchtet. Links steht ein 
Ortshauer, jeden¬ 
falls der Kame¬ 
radschaftsführer, 
gewärtig den An¬ 
weisungen des 
Markscheiders 
und bereit, die 
neuen Brahnen- 
punkte zum 
weitern Fort- 
betrieb der Strecke 
zu schlagen, wozu 
er schon das 
Fäustel auf der 
rechten Schulter 
bereit hält. Neu¬ 
gierig sieht er 
sich noch das 
seltsame Instru¬ 
ment mit den 
vielen Schrauben 
an, mit dem der 
Markscheider so 
genaue Angaben 
zu Durchschlügen, 
die er ja oft selbst mit herbeigeführt hat, an¬ 
geben kann.
	        
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